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In den Fokus der Fußballer gerückt: Die Dreieich Sportstätten Betriebs- und Marketing GmbH würde gerne das städtische Gelände mit dem Clubhaus der Reisevereinigung Südmain kaufen, um dort eine Fußballschule zu errichten.

Projekt in der Lettkaut

Die Idee einer Fußballschule in Dreieich lebt weiter

Der SC Hessen Dreieich und die Dreieich Sportstätten Betriebs- und Marketing GmbH planen eine Fußballschule in der Lettkaut. Auch Vereine sollen von der Sporthalle profitieren.

Es sollte ein „Leuchtturmprojekt“ in der Lettkaut werden, bestehend aus einer deutsch-chinesischen Fußballakademie und dem Neubau der Internationalen Schule. Im vergangenen September mussten die Unternehmer Hans Nolte und Hans Strothoff jedoch ihr ehrgeiziges Vorhaben – Stichwort Sport-, Bildungs- und Freizeitcampus – begraben. Den Investoren lief die Zeit davon, auch aufgrund hartnäckiger Widerstände gegen die Pläne. Während sich das Thema Internationale Schule im Sprendlinger Süden komplett erledigt hat, lebt die Idee einer Fußballschule weiter. Allerdings eine Nummer kleiner.

Regionalligist SC Hessen Dreieich und die Dreieich Sportstätten Betriebs- und Marketing GmbH (DSBM), beides „Kinder“ von Hans Nolte, wollen angrenzend an den Hahn Air Sportpark eine Fußballschule mit Übernachtungsmöglichkeit etablieren. Gedacht sei an ein Haus mit etwa 40 bis 50 Betten und dem „Charakter einer Jugendherberge“, sagt Reinhold Gerhardt, Präsident des SC Hessen. Von der geplanten Sporthalle sollen auch die Sportvereine profitieren – keineswegs beschränkt auf Fußball, so Gerhardt.

Über die Schule will der Regionalliga-Aufsteiger im Nachwuchsbereich die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen forcieren. Sie soll unter Einbeziehung des Sportparks „substanzieller Bestandteil des Dreieicher Fußballs in seiner Gesamtheit werden“. Natürlich liegt eine Kooperation mit der Fußballschule von Eintracht Frankfurt auf der Hand – deren Leiter Charly Körbel ist neben Norbert Haller der zweite Vizepräsident des SC Hessen.

Es geht den Initiatoren nach Gerhardts Worten aber nicht zuletzt darum, Einnahmen zu generieren – auch mit einer deutschlandweiten Vermarktung. Ziel sei es, sich unabhängiger vom Hauptsponsor zu machen. Der Verein lebt von Zuschauereinnahmen und Mitgliedsbeiträgen, wird aber vor allem von Mäzen Hans Nolte gefördert.

Bitte um Unterstützung

Bei der Suche nach einem geeigneten Standort haben die Verantwortlichen ihr Augenmerk auf zwei Grundstücke gerichtet, die zusammen etwa 7000 Quadratmeter groß sind. Eines davon ist in Privatbesitz. Mit dem Eigentümer habe man bereits Kontakt aufgenommen. Das zweite Areal gehört der Stadt. Sie hat es an die Reisevereinigung Südmain verpachtet.

Die RV ist ein Zusammenschluss von einem guten Dutzend Brieftaubenvereinen aus der Region. Die Zahl derer, die dieses Hobby betreiben, war früher deutlich größer. Die Initiatoren hoffen, dass sich für die Taubenzüchter eine Alternative finden lässt.

In einem Schreiben bitten der SC Hessen und alle seine Partnervereine den Magistrat und die Fraktionen um Unterstützung für das Schulprojekt, von dem sie sich eine Strahlkraft weit über Dreieich hinaus versprechen. Ziel ist es, auch das städtische Gelände zu kaufen.

Bürgermeister Dieter Zimmer gibt sich bedeckt. „Wir werden Gespräche mit den Taubenzüchtern führen, um zu eruieren, wie deren aktuelle Situation ist und wie sie ihre Zukunft sehen.“ Langfristige Pachtverträge habe die Stadt derweil den beiden Geflügelzuchtvereinen angeboten, so der Rathauschef. Auch RV-Vorsitzender Rudi Löhr will nicht zu viel sagen. Man wolle erst mal die Gespräche mit dem Magistrat abwarten. Ein Gelände brauche die Reisevereinigung aber in jedem Fall.

von Frank Mahn

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