Auszeichnung

Die Kommune hat ein dreijähriges Programm erfolgreich abgeschlossen

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Die Stadt Dreieich darf sich jetzt „jugendgerechte Kommune“ nennen. Die politische Teilhabe von Kindern und Jugendlichen ist hierbei ein wichtiger Aspekt.

Wie sieht Jugendarbeit in anderen Teilen Deutschlands aus? Wie funktioniert politische Teilhabe in Bayern oder Niedersachsen? Wie können Jugendliche mehr an den Entscheidungsprozessen beteiligt werden? 16 Städte aus Deutschland – aus jedem Bundesland ein Vertreter – waren drei Jahre Teil der Kampagne „jugendgerechte Kommune“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Dreieich war die hessische Stadt, die an dem Programm teilnehmen durfte. Jetzt ist sie als „jugendgerechte Kommune“ ausgezeichnet.

„Es war ein spannender Prozess. Wir waren immer wieder mit Jugendlichen zu Seminaren in Berlin“, erzählt Patrick Bessler von der städtischen Jugendarbeit. Die Voraussetzungen der Städte waren dabei sehr unterschiedlich: „Wir sind mit dem Jugendzentrum, BIK-Haus und Mädchencafé, dem Angebot zum Übergang Schule und Beruf oder Jugend stärken im Quartier positiv aufgefallen. Im Vergleich zu anderen Städten gibt es bei uns schon ganz viel. Zahlreiche Teilnehmer sind erst auf dem Weg zu dem, was bei uns schon lange ein funktionierendes Programm ist“, sagt Bessler, der das Projekt mit seinem Kollegen Dirk Libbach betreut hat.

Die Mitarbeiter der Jugendförderung hatten ein klares Ziel vor Augen, als sie 2015 in das Programm starteten. Für Dreieich stand die Etablierung eines Jugendparlaments im Fokus. Das Hauptaugenmerk galt dem Wunsch, politische Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in der Stadt zu stärken. Zur zweiten Legislaturperiode des Jugendparlaments konnte die Wahlbeteiligung der Dreieicher Kinder erheblich gesteigert werden. Die Motivation, sich kommunalpolitisch einzubringen, stieß bei den jungen Leuten auf offene Ohren. „Wir haben gezielt die Jugendlichen aus dem Jugendparlament zu den Seminaren in Berlin mitgenommen. Gerade die geknüpften Kontakte und Gespräche mit Vertretern aus Städten wie Leipzig oder Hannover, wo die politische Beteiligung von jungen Leuten schon viel weiter ist, haben uns wichtige Impulse gegeben“, berichtet Bessler.

Bürgermeister Dieter Zimmer nimmt die Urkunde als „jugendgerechte Kommune“ gerne entgegen. „Wir sind stolz auf unsere Jugendarbeit und diese Auszeichnung. Es ist auch ein Anreiz, weiter am Angebot für Kinder und Jugendliche zu arbeiten“, kündigt Zimmer an.

Die Koordinationsstelle „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ hat das Projekt begleitet und jetzt eine Publikation darüber vorgelegt. Unter dem Titel „16 Wege zu mehr Jugendgerechtigkeit – Gelingungsbedingungen für jugendgerechte Kommunen“ sind die zentralen Erkenntnisse aufbereitet. So können andere Städte von den Erfolgen der 16 Referenzkommunen profitieren. Die Publikation steht im Internet unter und kann auch in gedruckter Form per E-Mail an koordinierungsstelle@jugendgerecht.de bestellt werden.

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