Areal mit Pflanzenvielfalt

Kräuterparadies in Dreieich öffnet seine Pforten

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Das idyllische und gepflegte Gelände in den Baierhansenwiesen hat sich längst als Lehrgarten, Ausflugsziel und Naherholung etabliert – das jetzt wieder zum Mitmachen einlädt. Zur Eröffnung gab’s eine Überraschung.

Schon seit Wochen wird im Dreieicher Kräutergarten in den Baierhansenwiesen gegraben, Unkraut gerupft, gepflanzt und alles liebevoll für die Gartensaison in Position gebracht. Am Sonntag eröffneten die Gärtner endlich auch offiziell die Saison in ihrem Paradies. Zwischen 400 und 500 Besucher flanierten zwischen den Beeten, durch Zitronenmelisse, Minze, bienenfreundliche Blühpflanzen und die ersten Salatköpfe und Tomatenstauden. Die Pflanzenvielfalt auf 1000 Quadratmetern und in 36 Beeten plus eine Kräuterspirale geht in die dritte Saison. Anfangs war es wohl ein Überraschungserfolg, inzwischen hat sich das idyllische und so gepflegte Gelände in den Baierhansenwiesen längst als Lehrgarten, Ausflugsziel und Naherholung etabliert, dass auch zum Mitmachen einlädt.

Klaus Rehwald, Vorsitzender des 2017 gegründeten Vereins Kräutergarten, hatte zur offiziellen Eröffnung eine besondere Überraschung für die Gäste und Nutzer des Gartens und des benachbarten Familiengarten: Die Zeiten des Wasseranlieferns in großen Containern ist endlich vorbei. Der Kräutergarten hat seinen eigenen Brunnen. 13 Meter tief musste die Fachfirma bohren, um auf Wasser zu stoßen. In einem hübschen Sandsteinbrunnen plätschert das kühle Nass jetzt unkompliziert aus einer Pumpe. „Das erleichtert unsere Arbeit ungemein. Wir können die Beete der beiden Gärten jetzt sehr komfortabel bewässern“, freut sich Rehwald.

Zu dem Brunnen sollen sich in den nächsten Wochen noch drei Schöpfbecken gesellen, so dass die Beetpächter des Familiengartens und die Helfer im Kräutergarten ihre Gießkannen befüllen können.

Möglich gemacht hatte die Bohrung und die wertvolle Pumpentechnik das Engagement der Hayner Weiber. Die Damentruppe aus Dreieichenhain hat 4 500 Euro an den Verein Kräutergarten gespendet.

„Wir haben in diesem Jahr das Thema Familienprojekte und da passt der Garten ganz hervorragend hinein. Außerdem finden wir dieses Projekt so wertvoll, dass wir es sehr gerne unterstützen“, erläutert Hainer Weib Christa Levi. Schließlich müsse ein Dreieicher Verein dem anderen helfen und beistehen. Die Spenden, die die Weiber bei der Kerb am Obertor und beim Töpfermarkt im Burggarten erwirtschaften, sind gut angelegt, findet Levi: „Nach dem Brunnen am Obertor, den wir schon vor Jahren mit der Stadt finanziert haben, ist es nun schon unser zweiter Brunnen“.

Die Damen haben sich am Eröffnungstag im Kräutergarten präsentiert und für ihre Veranstaltungen geworben und die beliebten Kochbücher verkauft – wie immer für die gute Sache und die nächsten Spendenprojekte. Im Juni bekommen die Hayner Weiber zum Dank eine eigene Führung mit Picknick im Kräutergarten.

Was ist sonst noch neu? Es gibt ein neues größeres Bienenhaus, das im Juni um einen Bienenschaukasten für Workshops ergänzt wird. Zudem haben Klaus Rehwald und seine Helfer eine neue Gerätehütte gestellt. Zusätzlich wurde ein großes Insektenhotel installiert, um bedrohten Wildbienenarten einen Unterschlupf zu geben. Zudem wartet ein Sonnenschutz künftig auf die Teilnehmer von Workshops. Der geplante Weg von der Schleussnerstraße könnte auch bald kommen. Das würde den Weg aus Richtung Sprendlingen für nicht so mobile Menschen erleichtern.

Bei der Eröffnung stellte Klaus Thon außerdem die neue Homepage vom Naturheilkundemuseum vor (www.deutsches-naturheilkunde-museum.de) und zeigte zum internationalen Museumstag eine Ausstellung von Kinderbildern zum Thema Kneipp.

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