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Dick eingepackt beobachteten viele Kinder im Bürgerpark das Feuerspektakel auch vom Klettergerüst aus. Foto: Leo Postl

Konzept zur Umgestaltung

Mehr Pflege für den Bürgerpark

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Der Blick auf den Teich im Bürgerpark ist kaum noch möglich, auch sind viele Gehölze zu hoch. Mit Schneiden und Entfernen des Wildwquchses soll die Aufenthaltsqualität verbessert werden.

Die Stadtverordneten hatten vor wenigen Wochen für den Bürgerpark einen Prüfantrag gestellt, die Stadt und der Dienstleistungsbetrieb (DLB) gehen jetzt in die Offensive und haben ein intensiveres Pflegeprogramm beschlossen, das aus dem laufenden Etat finanziert werden soll.

„Der Gehölzbewuchs um den Teich und bei den Sitzplätzen am Rosenhügel ist insgesamt sehr dicht. Die im Entwurf von 1980 eingeplanten Blickbeziehungen sind überwiegend zugewachsen. Der Blick auf den Teich ist kaum mehr möglich. Wir werden die wieder freischneiden“, erläutert Landschaftsarchitekt Sylvio Jäckel.

Außerdem müssen zwei größere Laubbäume am Teich gefällt werden: Eine etwa 20 Meter hohe Weide, die aufgrund eines Pilzbefalls in den vergangenen Jahren bereits mehrfach eingekürzt wurde und eine circa 20 Meter hohe Erle, deren Standsicherheit aufgrund eines Pilzbefalls nicht mehr gewährleistet werden kann. Im Teich selbst sei der Schilfbestand zu hoch, so dass das Kunstwerk „Die Brücke“ im Teich kaum noch zu erkennen sei. Hier wird also auch deutlich die Schere angelegt.

An den Sitzplätzen sind einige Gehölze so groß geworden, dass sie regelmäßig eines Rückschnittes bedürfen. Durch die Gehölze seien enge und nicht mehr gut einsehbare Räume entstanden, die deshalb von vielen Bürgern gemieden werden. „Wir werden diese Pflanzen entfernen und die frei werdenden Flächen mit niedrigen Stauden bepflanzen. So stellen wir die Sichtachsen wieder her, erhöhen die Aufenthaltsqualität und es wird eine stärkere soziale Kontrolle ermöglicht“, erläutert Jäckel weiter. Beispielhaft erfolge dies am Sitzplatz „Die Zeitschwangere“. Dieses Beispiel der Umgestaltung soll Diskussionsgrundlage für weitere Pflegearbeiten an Sitzplätzen im Park sein. Dazu kündigte der Erste Stadtrat Martin Bulon (parteilos) an: „Wir wollen das Konzept für die Zukunft des Bürgerparks auch mit den Bürgern erarbeiten.“

Die für den Park charakteristischen treppenartigen „Pflasterscheiben“ weisen teilweise erhebliche Schäden auf. Hier wurde bereits im November mit der Reparatur begonnen. Außerdem wird der DLB in dieser Woche das Stadtgebiet mit viel Grün aufwerten. Für 28 000 Euro werden in den nächsten Tagen

58 neue Bäume

gesetzt.

„Das sind ein paar mehr, als wir in diesem Jahr fällen mussten“, freut sich Sylvio Jäckel. Neue Bäume gibt es für folgende Straßen und Plätze: Forstweg (Linden), Frankfurter Straße (Eichen, Zerreiche, Ulme, Parrotie), Darmstädter Straße (Säulenahorn), Hauptstraße (Linden), Kurt-Schumacher-Ring (Hainbuchen, Linde, Ahorn), Im Gefierth (Thüringische Mehlbeere), Poststraße (Blumenesche), Schulstraße Zugang Heckenborn (Zierkirschen), An der Winkelmühle/ Teich (Erlen), Solmische Weiherstraße/Burgweiher (Schwarzpappel), Hagenring (Linden, Apfeldorn), Hainer Chaussee/Bahnstation Weibelfeld (Blumeneschen), Hügelstraße (Linde, Hainbuche), Dietzenbacher Straße/Ecke Am Lachengraben (Linde), Am Tannenstumpf (Säulenahorne, Französischer Ahorn), Friedhofstraße (Linde), In der Quelle (Kugelrobinien), Mainzer Straße (Linden, Feldahorne).

Besonders die Baumpflanzungen in der Hainer Chaussee in Höhe der Bahnstation Weibelfeld werden ins Auge fallen. Hier werden ab sofort zehn Blumeneschen die Bahnstation verschönern.

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