Geschichts- und Heimatverein Dreieichenhain

Neue Schwarzpappel für die perfekte Kulisse

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Es ist erst wenige Wochen her, da fiel die markante und 130 Jahre alte Schwarzpappel am Dreieichenhainer Weiher der Motorsäge zum Opfer.

Es ist erst wenige Wochen her, da fiel die markante und 130 Jahre alte Schwarzpappel am Dreieichenhainer Weiher der Motorsäge zum Opfer. Mehr als ein Jahrhundert hatte der prächtige Baum neben dem Turm der alten Burg die Ansicht auf die mittelalterliche Kulisse geprägt. Aus Sicherheitsgründen musste der erkrankte Baum weichen.

Jetzt ist für Nachwuchs gesorgt. Die Mitarbeiter der Dienstleistungsbetriebe Dreieich und Neu-Isenburg haben einen jungen Baum gepflanzt. Natürlich braucht das „Bäumchen“ jetzt ein paar Jahre, um ein echter Ersatz zu sein. Der Geschichts- und Heimatverein Dreieichenhain (GHV) hat die junge Schwarzpappel gespendet. „Als da der Baum gefällt war, fehlte dem Betrachter etwas Gewohntes. Die Schwarzpappel gehörte einfach bei dem Blick auf die Burg dazu“, sagte Corinna Molitor, Leiterin des Dreieich-Museums.

Matthias Martin, zweiter Vorsitzender des GHV, erläuterte: „Der GHV engagiert sich seit Jahren für den Schutz von Flora und Fauna. Auf dem Dreieich-Museum sind seit einigen Jahren Bienenstöcke heimisch, unter den Dächern finden sich Nistkästen für Mauersegler, der große Rosen- und Kräutergarten bietet Insekten Nahrung.“ Die Neupflanzung einer Schwarzpappel sei für den GHV so etwas wie eine Herzensangelegenheit. „Die Baumspende ist der erste gute Vorsatz für das neue Jahr“, so Martin weiter. „So können sich auch die kommenden Generationen an diesem besonderen Baum hier in Dreieichenhain erfreuen und das Nebeneinander von Burg und Schwarzpappel erleben.“

Erster Stadtrat Martin Burlon erläuterte, dass er den Verlust der alten Schwarzpappel nach wie vor sehr bedauere, gerade weil er wisse, dass die alte Pappel vielen Menschen am Herzen lag. „Die Sachlage ließ aber keine Alternative zur Fällung zu. Ich freue mich daher umso mehr, dass der GHV bereit ist, die Kosten für die Ersatzpflanzung zu übernehmen“, so Burlon.

Für Petra Klink, Vorstand der Dienstleistungsbetriebe, ist die Baumspende eine gute Nachricht. Sie hofft, dass noch mehr Dreieicher Bürger und vielleicht auch Vereine Kosten für die neuen Bäume übernehmen. „Denn mit den Baumspenden schaffen wir es, mehr Bäume im Stadtgebiet zu pflanzen als das zur Verfügung stehende Budget hergibt“, sagte Klink. Rund 400 Euro hat der GHV in den neuen Baum investiert.

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