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Auf ein Neues: Kelsterbachs Timo Gürtler (links), der wieder einsatzbereit ist, und Dreieichs Zubayr Amiri nehmen heute den zweiten Anlauf für den ersten Vergleich in der Hessenliga.

Hessen Dreieich

Ein neuer Versuch

Erst vor rund drei Wochen hatten die Fußballer von Viktoria Kelsterbach und Hessen Dreieich zum Auftakt der Hessenliga ihre Klingen gekreuzt. Die Partie war bekanntlich wegen heftiger Regenfälle nach knapp einer Stunde beim Stand von 1:0 für Dreieich abgebrochen worden.

Schon heute Abend (19.30 Uhr) kommt es in Dreieich zum erneuten Aufeinandertreffen beider Teams, weil der Rückrundenspieltag vorgezogen wurde. Und es wird schon bald noch ein weiteres Duell geben: Am 31. August wird die abgebrochene Partie in Kelsterbach nachgeholt.

Mit der Begegnung gegen die Viktoria starten für Hessen Dreieich die Aufsteiger-Wochen: Vier Mal hintereinander sind die Spieler von Trainer Rudi Bommer nun gegen Neulinge gefordert: gegen den FC Ederbergland, den SV Steinbach und gleich zwei Maal gegen Kelsterbach. Bommer erwartet heute einen Gegner, der auf eine stabile Defensive setzt: „Die Saison ist noch jung, die Mannschaften müssen sich noch finden. Die Aufsteiger haben noch sehr viel Kraft und spielen sehr defensiv. Mit müssen uns etwas einfallen lassen, um diesen Abwehrriegel zu knacken, müssen dabei aber höllisch auf die Konter der Kelsterbacher aufpassen“, erklärt der Ex-Profi.

Und das wird gar nicht so einfach. Denn in Daniel Henrich (gesperrt), Youssef Mokhtari (angeschlagen) und dem weiterhin verletzten Abassin Alikhil fallen gleich drei „Sechser“ aus, wobei bei Mokhtari noch Hoffnung auf einen Einsatz besteht. Über Henrich sagt Bommer: „Er hat sich schon als feste Größe integriert.“ Dazu plagen Marco di Maria und Tino Lagator Knieprobleme; immerhin trainiert Alban Lekaj nach seiner Grippe wieder. „Unser Kader ist aber in der Lage, die Ausfälle zu kompensieren“, sagt Bommer und blickt voraus: „Wir werden offensiv und selbstbewusst auftreten, wollen die Punkte in Dreieich behalten.“

„Wir sind natürlich wieder klarer Außenseiter“, sagt Viktoria Kelsterbachs Coach Ralf Horst angesichts des bisher happigen Auftaktprogramms. Dennoch rechnet sich der Aufsteiger Zählbares aus. Erst recht nach den guten Auftritten in Stadtallendorf (2:3) und gegen Rot-Weiss Frankfurt (1:1). „Die Spiele haben uns Auftrieb gegeben“, sieht Horst seine Mannschaft bereits in der neuen Liga angekommen. Beim Ligadebüt gegen Dreieich hatte der Champion der Verbandsliga Mitte mit Lampenfieber zu kämpfen. „Da war die Mannschaft noch sehr nervös, hat zu ängstlich gespielt“, blickt der Kelsterbacher Coach zurück. In Dreieich müsse man defensiv wieder gut stehen und offensiv „Nadelstiche“ setzen. Gegen Rot-Weiss habe man das schon gut gemacht, so Horst. Aber nicht nur gegen die Topteams gelte es alles zu geben. „Wir dürfen auch gegen die anderen Mannschaften nicht nachlassen. Ansonsten werden wir keine Punkte holen.“

Personell kann die Viktoria wieder auf Timo Gürtler zurückgreifen. Er hatte gegen Frankfurt krankheitsbedingt gefehlt und kehrt nun in die Startelf zurück. Ersetzt werden muss Marius Antinac, der sich im Urlaub befindet.

(leo,rm)

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