500000 Euro benötigt

Pate für eine Bodenplatte in der Burgkirche werden

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500 000 Euro sind viel Geld. Das ist der Betrag, den die Burgkirchengemeinde zur Sanierung ihres Gotteshauses beitragen muss. Eine gute Idee des Vorstands bringt die Gemeinde dem Ziel ein Stück näher.

Eines muss man der Burgkirchengemeinde wirklich lassen: Das Team vom Kirchenvorstand, rund um das Pfarrerehepaar Barbara Schindler und Markus Buss, ist überaus findig, die große Kirchensanierung und den Anbau der neuen Sakristei zu finanzieren. Die Kirchenmitglieder haben immer wieder eine charmante Idee, die Herzen der Dreieichenhainer für eine Spende zu erreichen. Natürlich ist der Auftrag auch groß: Für die Innensanierung und den Anbau müssen die Dreieichenhainer nach Abzug der Kostenübernahme durch die Landeskirche rund 500 000 Euro selbst auftreiben.

Für Sonntag hatten Barbara Schindler und Markus Buss zu einer

Baustellenbegehung

eingeladen. Der Boden ist derzeit mit dicken Decken geschützt und die Gerüste sind zur Sanierung der Decke, der Wände und der Empore installiert. Die jüngste Fundraising-Idee betrifft den hübschen Sandsteinboden, der zum Teil schon verlegt ist.

„Sie können die Patenschaft für eine oder mehrere der Bodenfliesen übernehmen“, erläuterte Pfarrer Markus Buss die neue Spendenaktion. 514 Platten, jeweils 55 auf 55 Zentimeter groß und vier Zentimeter dick, sollen in der 30 Jahre alten Kirche verlegt werden. Für 50 Euro kann jeder Spender eine Platte kaufen und bekommt auch die Koordinate, wo sie genau verlegt ist. „Wir haben als Kirchenvorstand schon die ersten 14 Platten in der Mitte übernommen“, verriet Buss.

Für die Gestaltung des Altarraums mit einem besonderen Ornament, dem „Blatt des Lebens“, überreichte der Rotary Club Offenbach-Dreieich eine Spende in Höhe von 10 000 Euro. „Das Gesicht dieser Patenschaft ist Armin Rudat. Auch als Erinnerung an seine 30 Jahre lange Tätigkeit hier als Pfarrer in der Burgkirchengemeinde“, erläuterte Dr. Wolfgang Mühlschwein, einer der Rotarier. Rudat, von 1967 bis 1997 Pfarrer in Dreieichenhain und viele Jahre auch Dekan für das Dekanat Dreieich, war selbst gekommen und schaute sich die Baustelle mit Interesse an.

Die Patenschafts-Idee hatte schon Erfolg. Noch am Sonntag erklärten sich rund 50 Kirchenbesucher zu der Übernahme einer der Bodenplatten bereit. „Das ist eine großartige Resonanz“, freute sich Robin Tischer, vom Bauausschuss der Kirchengemeinde.

Und wie sieht der Baufortschritt aus? Wird das was, mit der geplanten 300-Jahr-Feier am ersten Adventswochenende zu dem offiziellen Kirchweihtermin?

„Ich bin sehr optimistisch. Wir haben einen Weihnachtsgottesdienst in der Reithalle geschafft. Dann werden wir auch einen Jubiläumsgottesdienst auf Bierbänken schaffen“, sagte Barbara Schindler schmunzelnd.

Das soll heißen: Die eigentliche Sanierung ist bis dahin abgeschlossen, und auch der Rohbau für die 33 Quadratmeter große Sakristei wird im Dezember stehen. Aber der Innenausbau ist sehr wahrscheinlich noch nicht komplett fertig.

(njo)

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