Werkstattgespräch

Pflastersteine für die Ortsdurchfahrt

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Die Planungen für die Ortsdurchfahrt Offenthal werden immer konkreter. Die Gestaltung der Ortseingänge soll dieses Jahr beginnen.

Schweinchenrosa oder doch grau meliert mit orangenen Einflüssen? Die großen Steinproben, die am Mittwochabend im Hof der evangelischen Gemeinde in Offenthal zur Ansicht auslagen, regten zu Diskussionen bei dem siebten Werkstattgespräch zur Umgestaltung der Offenthaler Ortsdurchfahrt an. Nachdem die Offenthaler Bürger 2013 zum ersten Mal zu einer Ortsbegehung zusammenkamen und seither immer wieder darüber berieten, wie die ehemalige Bundesstraße verkehrsberuhigt und verschönert wird, ist langsam ein Ende in Sicht. Rund 25 Offenthaler entschieden in dieser Woche über die Farbgebung der Straße und des Bürgersteigs, über die Anordnung und die Farbe der Parkflächen und die Zukunft der Milchküche mit der Gestaltung des dann entstehenden Platzes.

Ein Einwurf eines direkten Anwohners, ob Pflastersteine wegen der Lärmentwicklung die richtige Wahl seien, wurde von den Fachleuten schnell geklärt: „Es ist natürlich die Frage, ob wir jetzt noch einmal einen ganzen Schritt rückwärts gehen wollen in der Planung“, sagte Erster Stadtrat Martin Burlon. Schließlich habe es über die Frage Pflaster oder farbiger Asphalt schon eine Entscheidung gegeben. Martin Krauskopf, Leiter des städtischen Bauamts, betonte zudem, dass modernste Steine verbaut werden. „Zudem sind die Steine heute speziell für die Lärmminderung hergestellt – es wird hier kaum Lärmzunahme geben“, versprach der Fachmann. So war schon mal geklärt, dass die Ortsdurchfahrt künftig von der Borngartenstraße bis zum Alten Rathaus hinter der Kirchgasse gepflastert sein wird.

Bei der Farbgebung wurden sich die Anwesenden schnell einig. Pfarrer Markus Losch bat darum, sich an den Häusern und der Kirche zu orientieren. Die Farbe, die zunächst einer der Offenthaler als schweinchenrosa bezeichnete, wurde liebevoll in „Offenthaler Rotliegendes“ umgetauft und wird in der harmonischen Sandsteinfarbe die Gehwege markieren. Ein sehr dunkler Granitton als Trennung für die Wasserrinne und die Straße bekommt ein mittelgraues Pflaster. Damit konnten sich alle Anwesenden anfreunden. Die Kirchgasse wird komplett mit dem sandsteinfarbenen Pflaster ausgelegt und die Parkflächen bekommen den dunklen Ton der Wasserrinne.

Auch für die Ausbuchtung vor der Kirche, die für langsam fahrende Autos sorgen soll, wurde eine gute Lösung gefunden. Auf einen Baum wird an dieser Stelle verzichtet, weil direkt hinter den Kirchmauern schöne Bäume stehen. Statt der Bepflanzung bekommt die Ausbuchtung ein Geländer und innerhalb des Geländers werden

Infotafeln zur Geschichte

der Kirche und des alten Orts gestaltet.

Über den Abriss der Milchküche wurde nicht mehr diskutiert. Das ist beschlossene Sache. Der Platz soll rechts und links einen Behindertenparkplatz und einen normalen Abstellplatz bekommen. Der Durchgang bleibt mit Blick auf die Kirche frei und auf dem Platz selbst werden mittig ein Baum gepflanzt und Bänke gestellt.

Für die Gestaltung der Ortseingänge hatte Stadtrat Martin Burlon ebenfalls gute Nachrichten. „Für die Bahnhofstraße und die Mainzer Straße liegen die Ausschreibungen schon in der Schublade. Da gehe ich auch davon aus, dass wir diese Bauarbeiten noch in diesem Jahr angehen“, erklärte Burlon. Bei der Ausfahrt Dieburger Straße gibt es noch Redebedarf mit Hessenmobil. Die Behörde hatte der Stadt 42 000 Euro als Abstandszahlung angeboten, damit Dreieich die ehemalige Landesstraße übernimmt. „Diese Summe halten wir nicht für angemessen. Deswegen wird die Planung dafür wahrscheinlich erst mit der Pflasterung der Ortsdurchfahrt umgesetzt. Diese beiden Projekte würden wir dann zusammen ausschreiben“, so der Stadtrat. Das Geld für alle Arbeiten rund um die Ortsdurchfahrt Offenthal ist in den Haushalt 2018 eingestellt, das bedeutet, dass die Arbeiten auch für das kommende Jahr eingeplant sind. Dann ist der Bau der großen Umgehungsstraße endgültig abgeschlossen.

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