Keramiker stellten aus

Porzellanfreunde kamen auf ihre Kosten

In der schönen Kulisse des Burggartens zeigten Keramiker vielfältige Objekte ihrer Kunst. Nicht nur die Besucher des Marktes profitierten davon.

Die Porzellanfreunde aus der ganzen Region haben den Termin fest im Kalender notiert, das letzte Wochenende im September gehört den Hayner Weibern und ihrem zauberhaften Töpfermarkt im historischen Burggarten von Dreieichenhain. Zum 37. Mal und wieder bei großartigem Wetter zeigten 54 professionelle Keramiker ihre Kunst.

Bei so viel Tradition ist auch Platz für Neues. Christa Levi, schon lange Hayner Weib, hat die Organisation des Marktes übernommen. Aber eine Änderung des Konzeptes brauchte es nicht, schließlich gibt der Erfolg den Damen seit Jahrzehnten recht. Wie gewohnt zeichnete sich der Markt durch besonders hochwertige Arbeiten und eine große Vielfalt aus. Von zarten Porzellangedecken über rustikales Gebrauchsgeschirr, Skulpturen, Vasen, ausdrucksvollen Schmuck bis hin zur hübschen Gartenkeramik – die Töpfer aus der ganzen Bundesrepublik, Italien, Niederlande oder aus Belgien brachten ihre schönsten Stücke mit in den Burggarten.

„Ich bin schon seit vielen Jahren hier und komme immer wieder gerne. Die Auswahl der Künstler ist gut getroffen, der Markt hat sich bei den Kunden längst etabliert und viele kommen mit einem echten Kaufinteresse“, sagte Susann Babion. Die Keramikmeisterin und Diplomdesignerin aus Freiburg hatte am Sonntag sehr viel Erfolg mit ihrem dünnwändigen Porzellan, das trotz filigraner und zarter Optik spülmaschinenfest und für den Alltag geeignet ist.

Für Christa Levi ist ihre persönliche Premiere auch ein Erfolg. „Wir sind sehr zufrieden, von den Töpfern haben wir ebenfalls eine sehr gute Resonanz, es ist sehr gut gelaufen“, bilanzierte sie.

Die vereinseigenen Stände waren leer gekauft, absolute Spitzeneinnahmen lieferte der Blumenverkauf, schon seit Donnerstag waren die Weiber damit beschäftigt, Kränze aus den Blumenspenden zu binden. Auch die Töpfe der begehrten Brotaufstriche waren alle leer, die letzten Brote bekamen die Keramiker für ihre Heimreise geschmiert. Die Einnahmen aus dem Töpfermarkt – übrigens fast doppelt so hoch wie aus der Hayner Weiberkerk – werden wie gewohnt einem karikativen Zweck gespendet. Die Dreieicher Musikschule wird darin unterstützt, einen Chor für Demenzpatienten im Haus Dietrichsroth aufzubauen, eine Grundschule aus Langen profitiert von der Spende für einen Trommelworkshop und auch die Kantorei Götzenhain bekommt eine Zuwendung. njo

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