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Präsentation des Weihnachtskalenders: „Jeden Tag ein neuer Engelstyp“

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Von: Nicole Jost

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In der Karl-Nahrgang-Schule weihnachtet es sehr: Zur Präsentation des diesjährigen Weihnachtskalenders und dessen Verkaufsstart hatten Schüler und Lehrer die Aula in einen Ort der Engel verwandelt.

In der Karl-Nahrgang-Schule weihnachtet es sehr: Zur Präsentation des diesjährigen Weihnachtskalenders und dessen Verkaufsstart hatten Schüler und Lehrer die Aula in einen Ort der Engel verwandelt.

Schon vor einem Jahr hatte die Götzenhainer Grundschule erfahren, dass sie den Weihnachtskalender 2016 gestalten darf. „Im Ort der Engel sollte es sich um diese Wesen drehen“, erklärte die stellvertretende Schulleiterin Sandra Neubauer. Also haben die Kinder Engel gemalt, gebastelt, in allen Varianten.

Am Präsentationsabend sangen sie Lieder über Engel. Wie vielseitig die Entwürfe für den Kalender waren, zeigte eine Bildershow, die am Freitagabend über die große Leinwand flimmerte: Engel mit Heiligenschein, Flügeln, wilden roten Haaren, mit Engelsgeige und im roten Kleid. Letztlich hat die Jury sich für das Titelbild die Zeichnung von Farzin Khan entschieden. Sein Bild zieren gleich zwei Engel, der größere mit einem blauen und einem grünen Flügel. Den Hintergrund hat Farzin Khan für seinen Engel mit leuchtenden Sternen sehr weihnachtlich gestaltet.

Mit dem 15. Dreieicher Weihnachtskalender steht die gute Sache natürlich wieder im Mittelpunkt: 24 Projekte werden mit rund 50 000 Euro unterstützt – 20 von ihnen direkt von Paten, 3000 Kalender werden insgesamt für den guten Zweck verkauft.

Zwei Wünsche hatte die Karl-Nahrgang-Schule frei. Mit einem lustigen „Dingsda“-Ratespiel ließen die Grundschüler die Boulderwand für die Sporthalle erraten und die Theatergruppe spielte, warum die Schule unbedingt eine Kinderküche brauche.

Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD) bedankte sich bei den Götzenhainern für das große Interesse – die Aula der Grundschule war voll besetzt. „Der Dreieicher Weihnachtskalender verteilt die Botschaft von Frieden, Nächstenliebe und Toleranz – und die gilt das ganze Jahr“, betonte Zimmer.

Wolfgang Mühlschwein, Vorsitzender des Weihnachtskalenders, lobte die Arbeiten der Schüler und das Engagement der Schule. „Ich freue mich schon auf das Öffnen der Kalendertür,en jeden Tag ein neuer Engelstyp“, sagte Mühlschwein lachend. Für ihn bedeutete die Präsentation des 15. Kalenders aber auch Abschied nehmen – nach 15 Jahren zieht er sich, wie schon zuvor angekündigt, aus der operativen Arbeit des Vereins zurück. In den 15 Jahren seien 650 000 Euro für soziale Zwecke gesammelt worden. „Dieser Weg dorthin, die Zusammenarbeit, ist mindestens genauso wichtig wie das Geld einzusammeln. Wir wollen Empathie, Sympathie und Harmonie vermitteln“, betonte Mühlschwein, der einst mit seinen Freunden vom Rotary Club Offenbach-Dreieich den Kalender aus der Taufe gehoben hatte.

In all den Jahren sei es gelungen, bürgerschaftliches Engagement für Nächstenliebe und Toleranz in der Region Dreieich zu unterstützen. „Wenn es brennt, ist der Weihnachtskalender da – und der Dreieicher Weihnachtskalender ist nie eine Sammelbüchse für beliebige Zwecke geworden“, sagte Wolfgang Mühlschwein zufrieden.

Der engagierte Dreieicher hat den Weg für die Zukunft geebnet und hofft, dass der Kalender viele Jahre weiterbesteht. Der Lionsclub und der Rotary Club Offenbach-Dreieich haben bereits zugesagt, die Kosten zur Herstellung des Kalenders bis 2019 zu übernehmen. Der Rotary Club Dreieich-Neu-Isenburg beteiligt sich 2017 an den Kosten und ist gesprächsbereit für die kommenden Jahre. Damit ist der Kalender für 2017 schon einmal gesichert – dann wird die Erich-Kästner-Schule den künstlerischen Teil übernehmen.

Jetzt ist aber erst einmal der Verkauf für die kommende Adventszeit gestartet. Auf dem Schulhof der Karl-Nahrgang-Schule mit weihnachtlichen Buden, heißer Suppe und Keksen war der Start sehr erfolgreich.

Für einen Einsatz von zehn Euro können die Käufer von Firmen gestiftete Preise gewinnen – und sie tun auch anderen Gutes damit. Zu haben ist der Kalender an 24 Verkaufsstellen in allen fünf Stadtteilen.

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