Tempo 70 auf Ortsumfahrung Offenthal ausgeweitet

Problemzonen im Visier

  • schließen

Um Unfälle zu vermeiden, sind auf der B 486 bei Dreieich jetzt auf einem weiteren Abschnitt nur noch 70 Kilometer pro Stunde erlaubt. Die SPD will außerdem hinter dem Hofgut Neuhof den Verkehr zur A 661 entzerren.

Das zulässige Tempo auf der B 486 wird nach und nach gedrosselt. Die Eröffnung der Umgehungsstraße von Offenthal im Dezember 2013 war lange herbeigesehnt worden. Die Trasse, welche die Fahrt durch den alten Ortskern auf dem Weg von Langen nach Urberach oder Dietzenbach unnötig macht, hat in den vergangenen drei Jahren aber schon manchen Unfall gesehen.

Im ersten Teilstück von Langen kommend, im Abschnitt zwischen dem Knoten K 172 (Koberstädter Straße) und L 3317 (Philippseicher Straße), wurde bereits im vergangenen Jahr die erlaubte Geschwindigkeit von 100 auf 70 Kilometer pro Stunde reduziert. Nun wurde in der langgezogenen Kurve zwischen dem Knoten L3317 (Messeler Straße) und der Zufahrt nach Offenthal (In der Quelle) ebenfalls das Tempo-70-Schild aufgestellt. Von der Stadt heißt es, „Verkehrssicherheitsgründe“ hätten zur Reduzierung der zulässigen Geschwindigkeit geführt. Ohne ein Tempolimit rechnen die Verantwortlichen auf der vielbefahrenen Ortsumgehung mit einer „dauerhaft deutlich erhöhten Unfallhäufigkeit“.

„Allein 2016 kam es zu zwei Verkehrsunfällen mit verletzten Personen und erheblichem Sachschaden im Bereich der freien Strecke“, erklärt Dreieichs Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos). Erst kurz vor Weihnachten hatte es wieder gekracht, und die Straße war abends nach einem Unfall mit einer Verletzten für drei Stunden gesperrt. Außerdem ist dieser Streckenabschnitt kürzer als ein Kilometer – und das zwischen zwei Geschwindigkeitsbeschränkungen. Dies bringe ohnehin schon ein höheres Verkehrsrisiko mit sich. Hessen Mobil hat die Beschilderung auf Initiative der Stadt Dreieich und gemäß Anordnung der zuständigen Straßenverkehrsbehörde des Kreises Offenbach umgesetzt. Die Polizei hatte sich in einer Anhörung ebenfalls für ein Tempolimit ausgesprochen.

Die Dreieicher SPD hat sich einem weiteren Verkehrsproblem in der Stadt am Hengstbach angenommen. Mit einem Antrag im Stadtparlament regen die Sozialdemokraten an, die L 3317 aus Richtung Hofgut Neuhof kommend um eine Zubringerspur zur Auffahrt auf die A 661 zu erweitern. Schon nach der dortigen Linkskurve sollen die Autofahrer, die auf die A 661 wollen, eine eigene Spur bekommen.

Als Begründung führt die SPD an, dass sich die Querspange Nord bei Dreieich zunehmend zu einem Zubringer für den Fahrzeugverkehr zum Industriegebiet West in Neu-Isenburg entwickele. Das habe die Hugenottenstadt in den Finanzierungsverhandlungen für die Querspange Nord immer abgestritten, sei aber nicht von der Hand zu weisen. Im morgendlichen Berufsverkehr führe dies an manchen Tagen zu einem Rückstau von der Querspange Nord bis nach Götzenhain.

Eine bereits am Abzweig des neuen Radwegs nach Neu-Isenburg beginnende Rechtsabbiegespur für den Verkehr auf die A 661 Richtung Offenbacher Kreuz würde zu einer frühzeitigen Entflechtung der Verkehrsströme und einer Entlastung des Knotenpunktes führen, so die SPD. Der Abstand zum Waldrand sei für die dazu erforderliche Verbreiterung der Straße ausreichend.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare