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Der Raddirektweg nimmt Gestalt an

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Noch in diesem Jahr soll mit den Bauarbeiten für den neuen Raddirektweg von Darmstadt bis Frankfurt begonnen werden. Etwas kompliziert werden könnte es mit dem Ausbau des Übergangs in der Theodor-Heuss-Straße in Dreieich, der in den Radweg integriert werden soll.

Die erste Raddirektverbindung Hessens nimmt allmählich Gestalt an: Bereits in diesem Jahr soll mit dem Bau des rund 30 Kilometer langen Wegs von Darmstadt über Dreieich bis nach Frankfurt begonnen werden. Für die Stadt Dreieich heißt das, dass die Streckenführung in Dreieich politisch in den Gremien bestätigt werden muss.

Seit 2011 beschäftigt sich der Regionalverband FrankfurtRheinMain mit dem Bau von Radschnellwegen. Initiiert durch den Regionalverband und unterstützt durch die Hochschule Darmstadt haben die sieben an der Trasse liegenden Städte und Gemeinden, darunter auch die Stadt Dreieich, aber auch Langen, Egelsbach und Neu-Isenburg, sich zu einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen, um die Machbarkeit einer solchen Verbindung zu untersuchen. „Wir hatten zunächst die Strecke an der Bahnlinie präferiert“, erinnert Erster Stadtrat Martin Burlon. „Aber nachdem klar war, dass der Weg mindestens vier Meter breit werden soll, komplett asphaltiert und auch beleuchtet sein wird, war es wegen der Trassenführung durch den Forst nicht mehr realisierbar.“

Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung des Landes Hessen fördert Planungs- und Baukosten mit mindestens 75 Prozent. Start der Bauarbeiten für den Abschnitt zwischen Darmstadt-Wixhausen und Egelsbach wird in diesem Jahr sein. In Dreieich sollen alle Streckenabschnitte in den kommenden fünf Jahren verwirklicht werden.

Die Beschlussfassung dafür geht jetzt in die erste Sitzungsrunde des kommunalen Parlaments. Heute Abend kommt Manfred Ockel, Vorsitzender des Regionalverbands FrankfurtRheinMain, in den Ausschuss und informiert die Kommunalpolitiker umfassend. Die Trassenführung soll in Dreieich aus dem Wald von Neu-Isenburg kommend über Tannenweg, Immanuel-Kant-Straße, Erich-Kästner-Straße, Breslauer Straße, Verbindungsweg zur Poststraße und dann über diese zur Liebknechtstraße, Wienandstraße, Querung der Dreieichbahn und Rostädter Straße führen, wo sie dann bei dem Modellflugplatz auf die Langener Gemarkung übergeht. Der Magistrat hat eine Vorlage mit diesem Trassenverlauf bereits beschlossen, jetzt muss das Stadtparlament zustimmen.

Vorgesehen ist, die Raddirektverbindung in Form einer Fahrradstraße durch Dreieich zu führen, wie die neue Fahrradstraße von Buchschlag nach Sprendlingen. Wenn die Politik dieser Trassenführung zustimmt, soll der nördliche Bereich noch dieses Jahr vorgeplant werden, um Haushaltsmittel für eine Umsetzung im Jahr 2019 beziffern zu können. Für 2020 ist dann der Anschluss bis Langen geplant.

Etwas komplizierter wird es mit dem Ausbau des schienengleichen Bahnübergangs an der Theodor-Heuss-Straße. Dort ist an eine Signalanlage, ähnlich wie bei der Querung am Tennisverein Buchschlag, gedacht. Hier werden Abstimmungen mit der Deutschen Bahn erforderlich – das soll bis zum Abschluss der Raddirektverbindung bis zum Jahr 2022 auch erledigt sein.

(njo)

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