Ricarda-Huch-Schüler boten einen märchenhaften Chorabend

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Mit deutschen Volksliedern und einem Märchenmusical verzückten die Schüler ihr Publikum. Unterstützung erhielten sie vom Oratorienchor Offenbach.

Mit einem „märchenhaften“ Abend überraschten die Schüler des Ricarda-Huch-Gymnasiums Eltern und musikinteressierte Besucher im Bürgerhaus Sprendlingen. Die Chorleiterin der Schule, Regine Marie Fürst-Wilke, hatte gemeinsam mit dem Unterstufenchor „Young Voices“, einer Projektwochengruppe aus den sechsten Klassen und dem Oratorienchor Offenbach ein Programm aus deutschen Volksliedern erarbeitet.

Die Konzertbesucher erlebten nicht nur „Horch, was kommt von draußen rein“ oder Johannes Brahms’ „Verstohlen ging der Mond auf“, sie durften auch bei „Kein schöner Land“, „Die Gedanken sind frei“ oder „Der Mond ist aufgegangen“ selbst mitsingen. Im Mittelteil des gut zweistündigen Programms kam das Märchenmusical „Johannes und Isabella“ zur Aufführung, das die Schüler in der Projektwoche erarbeitet hatten.

„Wir Deutschen haben ja ein etwas gebrochenes Verhältnis zu den Volksliedern, weil das Liedgut in der Nazizeit zu Propagandazwecken missbraucht wurde und dadurch leider so negativ besetzt ist“, sagte Regine Marie Fürst-Wilke. „Dabei lohnt es sich, die Lieder zu erhalten, denn es gibt sehr anrührende und schöne Stücke.“

Die wollte sie ihren Schülern wieder nahebringen, und das ist ihr sehr gut gelungen. Höchst professionell arbeiteten die kleinen Sänger mit dem Oratorienchor zusammen, und Fürst-Wilke war sehr froh, auch das Musical, für das die Kinder so viel gearbeitet hatten, noch einmal aufführen zu können. „Wir haben das für das Konzert nur noch einmal kurz vorbereitet, aber die Resonanz war sehr gut“, erklärte die Musikpädagogin.

Gerade viele ältere Besucher fühlten sich mit der Volkslied-Titelauswahl an ihre Kindheit erinnert. Der Offenbacher Oratorienchor unter der Leitung von Regine Marie Fürst-Wilke startet jetzt unter dem Motto „Singen ohne Grenzen“ ein Sing-Projekt für Flüchtlinge.

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