Es war auch kampfbetont: Der Urberacher Aziz Ürüm (rechts) attackiert Dreieichs Jörn Kohl.
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Es war auch kampfbetont: Der Urberacher Aziz Ürüm (rechts) attackiert Dreieichs Jörn Kohl.

Hessenliga-Derby

Souverän gewonnen

Nach dem witterungsbedingten Spielabbruch in Kelsterbach vor einer Woche startete Hessen Dreieich nun gestern erfolgreich in die neue Hessenliga-Saison.

Im Derby gegen Aufsteiger Viktoria Urberach behielten die Dreieicher vor immerhin 700 Zuschauern überlegen mit 3:0 (2:0) die Oberhand. „Das war schon schwierig, die anderen Mannschaften haben schon gepunktet, daher mussten wir gewinnen“, sagte Trainer Rudi Bommer hinterher. „Wir hatten die Partie von Beginn an im Griff, hatten aber nach dem 2:0 eine Phase, in der wir zu fahrlässig waren und zu viele Fehlpässe gespielt haben. Letztlich haben wir die Partie aber souverän über die Runden gebracht.“ Urberachs Trainer Jochen Dewitz meinte: „Das, was wir uns vorgenommen haben, haben wir ansatzweise umgesetzt, aber nicht durchgezogen. Wir haben dem Gegner den Spielaufbau überlassen, ohne Druck zu machen. Wenn wir mal den Ball hatten, hatten wir nicht den Mut, den Ball einmal laufen zu lassen, sondern haben ihn nur nach vorne geschlagen“, minierte der Coach.

Bei der Gastgebern fiel kurzfristig Alban Lekaj mit einer Grippe aus, bei Urberach fehlen in Giuseppe Serra, Nils Wolf (beide privat verhindert) und Mark Dillmann (Zerrung) drei Stammspieler. Nach nur 26 Minuten mussten die Rödermarker den nächsten Ausfall verkraften, Aziz Ürüm wurde mit Schmerzen in der Milzgegend ausgewechselt.

Die „Hessen“ legten los wie die Feuerwehr und drängten die Gäste von Beginn an in den eigenen Strafraum. Zwei, drei gute Gelegenheiten blieben ungenutzt, und nachdem die Viktoria die erste Angriffswelle abgewehrt hatte, konnte der Aufsteiger ein klein wenig durchatmen. Nach 25 Minuten war es dann aber so weit: Nach einer Flanke von der linken Seite brauchte Zubayr Amiri nur noch den Fuß hinhalten und erzielte das überfällige 1:0 für die Gastgeber. Noch vor der Pause erhöhte Toni Reljic per Kopf auf 2:0 (36.).

Nach dem Seitenwechsel stellte Urberach auf ein 3-4-3-System um, um den Druck auf die Hausherren zu erhöhen. Die Gäste kamen zu zwei, drei guten Ansätzen, die möglichen Nadelstiche verpufften aber im Ansatz. Den nächsten Treffer erzielte somit wieder Dreieich durch Khaibar Amani (61.), der eine Flanke von Daniele Fiorentino unhaltbar einköpfte. Die Gastgeber kamen noch zu weiteren Chancen, Urberach wehrte sich aber tapfer. So schlug Patrick Czerwinski einen Schuss von Ljubisa Gavric gerade noch von der Torlinie (65.). In der Schlussminute hatten die Gäste Glück, dass Amiri nur den Pfosten traf. „Wir sind froh, dass wir jetzt in der Saison sind, das ist das Wichtigste“, fasste Bommer das Geschehen zusammen.

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