+
Dr. Eva Milbradt-Zeuzem und Dr. Wolfgang Mühlschwein (r.) überreichen dem Vorsitzenden des 1. Elektro Rollstuhl Hockey Club (EHRC), Günther Keller (3.v.r.) den Rotary-Sozialpreis von 5000 Euro.

1. Elektro Rollstuhl Hockey Club

Sportlich und in Sachen Integration vorbildlich

  • schließen

Sportliche Leistungen, ehrenamtliches Engagement und Integration – das alles vereine der 1. Elektro Rollstuhl Hockey Club. Dafür wurde er nun ausgezeichnet.

Große Freude beim 1. Elektro Rollstuhl Hockey Club (ERHC) Dreieich – er wurde mit dem diesjährigen Rotary-Sozialpreis in Höhe von 5000 Euro bedacht. Der Preis wurde im Kreishaus Dietzenbach von Eva Milbradt-Zeuzem an den Gründer Ersten Vorsitzenden, Günther Keller, überreicht.

„Sie können sich gar nicht vorstellen, wie froh wir über den Preis sind, das betrifft nicht nur das Geld, sondern vor allem die Wertschätzung, die unsere behinderten Rollstuhlsportler dadurch erfahren“, betonte Keller. Zu den Gratulanten gehörten der Schirmherr Landrat Oliver Quilling, Dreieichs Bürgermeister Dieter Zimmer, sowie Dr. Marcus Prätzas, Präsident des Rotary-Clubs Dreieich-Isenburg, und Horst Hauser, Präsident des Rotary-Clubs Offenbach-Dreieich.

Ganz glücklich zeigte sich Landrat Oliver Quilling, der die Geschicke des 1. Elektro Rollstuhl Hockey Club Dreieich seit vielen Jahren persönlich mitverfolgt, über die Wahl des diesjährigen Preisträgers. „Sie haben eine ausgezeichnete Wahl getroffen, denn in diesem Verein verbinden sich sportliche Leistungen, ehrenamtliches Engagement und Integration in vorbildlicher Weise“, betonte Quilling.

Auch Dreieichs Bürgermeister Dieter Zimmer, er hatte den 1. ERHC als Sozialpreis-Empfänger vorgeschlagen, sagte strahlend: „Sie leben uns vor, wie man Sport, Kultur, Freundschaft, Teamgeist und Integration umsetzen kann.“

Dr. Marcus Prätzas, Präsident des Rotary-Clubs Dreieich-Isenburg, verwies auf die fünf Werte der Rotarier. „Service steht für soziales Engagement, Fellowship für die treue Mitgliedschaft, Diversity für die Vielfalt, mit Integrity verbinde ich Anstand und Respekt, und mit Leadership ist die Übernahme von Verantwortung gemeint. Dies alles finden wir im 1. Elektro Rollstuhl Hockey Club Dreieich“, betonte Prätzas.

In ihrer Laudatio stellte Dr. Eva Milbradt-Zeuzem den Aspekt der Inklusion in den Mittelpunkt. „Inklusion ist in den letzten Jahren in aller Munde. Doch was bedeutet das eigentlich?“, stellte sie als Frage in den Raum. „Inklusion ist kein in Mode gekommenes Wort, sondern es hat etwas mit unserer Demokratie und unseren Grundrechten als Mensch zu tun“, fuhr sie fort. „Inklusion ist ein gesellschaftspolitisches und humanitäres Prinzip, das es gilt zu verstehen und auch umzusetzen“, so die Rotary-Gemeindienstbeauftragte. So bedeute die Zugänglichkeit in unsere Gesellschaft den Zugang zur Bildung und die Integration im Arbeits- und Freizeitleben. „Inklusion kann man nicht verordnen, so wie es derzeit an vielen Schulen geschieht. Inklusion ist ein mühevoller und sensibler Prozess, den alle in unserer Gesellschaft auf den Weg bringen müssen“, forderte Eva Milbradt-Zeuzem.

(lp)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare