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Sprendlinger Grundschulen entwickeln unterschiedliche Programme für modernen Unterricht am Computer

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Handy, Tablet und Internet spielen schon bei Grundschülern eine wichtige Rolle. Die Erich-Kästner- und die Gerhart-Hauptmann-Schule haben deshalb jeweils spezielle Programme entwickelt, die die Dreikäsehochs im Umgang mit den neuen Medien schulen.

An der Erich-Kästner-Schule hat in diesen Wochen das „Internet-ABC“ Einzug gehalten: Derzeit kann zumindest eine halbe Klasse der Sprendlinger Grundschule in dem eigens eingerichteten Computerraum mit 15 Arbeitsplätzen konzentriert arbeiten. „Wir bekommen noch diesen Monat neue Rechner und haben auch Laptops bestellt. Dann können sogar künftig beide Gruppen am Programm arbeiten, ein Teil hier im Computerraum und der zweite an den Laptops im Klassenraum“, freut sich Schulleiterin Nadide Sen-Clausen über die bessere Ausrüstung.

Gerade erläutert Ingrid Fröhlich-Bernardo gerade einer vierten Klasse die Vorteile von Suchmaschinen. Die Kinder wollen Steckbriefe für ihre Lieblingstiere erstellen. Die Rechercheliste ist lang: Wie leben die Tiere? Was brauchen sie, um sich wohlzufühlen? Wie ist die Geschichte als Haustier? „Wir greifen über das Programm des Internet-ABCs auf spezielle Kindersuchmaschinen zu. Das hat den Vorteil, dass die Quellen gesichert sind und der Umfang nicht so riesig ist, wie wenn man den Begriff Pferd bei Google eingibt“, erläutert Fröhlich-Bernardo.

Mit Kopfhörern sitzen die Schüler an den Rechnern und schauen sich Texte, Bilder und ganze Videos zu Hunden, Meerschweinchen, Löwen oder Pferden an. Manch einen der kleinen Recherchebeauftragten muss die Pädagogin dazu auffordern, sich nicht ganz und gar in einem der Filme zu verlieren und etwas zu dem ausgewählten Tier zusammenzuschreiben. „Wir haben für unser Medienkompetenzprogramm verschiedene Module des Internet-ABCs zusammengestellt. Wir bearbeiten dabei auch die Themen Datenschutz, WhatsApp, Cybermobbing oder die Gefahren des Betrugs im Netz“, erläutert Sen-Clausen. Medien und das Internet seien für die Kinder reizvoll und motivierend, ergänzt Fröhlich-Bernardo. „Wir dürfen sie aber keinesfalls damit alleine lassen und auch Eltern sollten immer informiert sein, womit sich ihre Kinder beschäftigen.“

Eine gute Option

Noch mehr Grundlagenarbeit für die Schüler am Computer hat sich Meron Abate, Referendarin an der Gerhart-Hauptmann-Schule (GHS), zur Aufgabe gemacht. Sie bietet für die vierten Klassen eine freiwillige Medien-AG an. Die „Medien AGenten“ kommen dafür ins Selbstlernzentrum des HLL. „Wir stellen die Technik und die Infrastruktur. Die AG läuft offiziell in Kooperation mit der Stadtbücherei“, erläutert dessen Leiter Mathias Hein. Denn die Grundschule habe einen oder zwei Rechner pro Klassenraum, aber keinen richtigen Arbeitsplatz mit vielen PCs. Dank der kurzen Wege sei die Zusammenarbeit mit dem HLL eine gute Option.

Die Inhalte für die Medien-AG hat Meron Abate konzipiert. „Ich möchte erreichen, dass die Schüler einen Computer nicht bloß als Spielzeug begreifen, sondern entdecken, dass er ihnen ein hilfreiches Arbeitsinstrument sein kann“, erklärt die angehende Lehrerin.

 „Gut am PC schreiben“

Nach den ersten Stunden wissen die Viertklässler, wie der Rechner angeht, können ein Word-Dokument erstellen und kennen die Vorteile des Rechtschreibprogramms. An diesem Nachmittag erarbeiten sie einen Flyer für den Adventsbasar der Grundschule. Sie müssen aufpassen, wo welcher Text steht, damit der Flyer auch noch zusammengeklappt gut lesbar ist. „In den nächsten Stunden beschäftigen wir uns dann mit dem Internet sowie den Chancen und Gefahren“, kündigt die Referendarin an. Für die Jungs und Mädchen der GHS ist die Medien-AG eine Bereicherung. „Ich kann jetzt schon gut am PC schreiben und das Dokument einrichten. Ich darf jetzt auch am Computer meiner Mama arbeiten“, erzählt Jannis stolz.

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