Baugenehmigung erteilt

Der Sprendlinger Neuen Mitte steht nichts mehr im Weg

Die Baugenehmigung für Sprendlinger Neue Mitte „Fünfhäuserquartier“ liegt vor. Investor Mohamed Younis rechnet mit der Fertigstellung des Bauvorhabens zum Jahreswechsel 2020/21.

Der Kreis Offenbach hat die Baugenehmigung für das Projekt Fünfhäuserquartier in Sprendlingens Hauptstraße erteilt. Investor Mohamed Younis, Geschäftsführer der Schoofs Immobilien GmbH, der es sich nicht nehmen ließ, die Genehmigungsunterlagen persönlich beim Kreis abzuholen, erklärte: „Wir sind sehr froh, dass wir bei diesem auch für uns sehr komplexen Projekt nunmehr alle Voraussetzungen für die Erteilung der Genehmigung schaffen konnten.“

Auch Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD) und Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos) zeigten sich erfreut über die Erteilung der Baugenehmigung.

„Die Firma Schoofs hat sich gemeinsam mit der Stadt vor einiger Zeit auf den Weg gemacht, etwas in der Sprendlinger Innenstadt zu bewegen. Kein einfacher Weg, der auf allen Seiten auch viel Geduld erfordert und der auch noch nicht zu Ende gegangen ist, aber auf dem mit der Baugenehmigung ein wichtiger Schritt gemacht wurde“, so Bürgermeister Zimmer und Erster Stadtrat Martin Burlon unisono.

Als Voraussetzung für die Umsetzung des Fünfhäuserquartiers hatte die Stadt Dreieich im April 2017 den Bebauungsplan „Neue Mitte“ zur Rechtskraft gebracht. Auf gut 7000 Quadratmetern Fläche sollen in der Neuen Mitte nach Abbruch der meisten bestehenden Gebäude ein Lebensmittelmarkt, kleinere Ladenflächen, Büroräume und Praxen entstehen. Die meisten der notwendigen Stellplätze dafür entstehen in einer Tiefgarage unter dem Grundstück.

„Von der Neuen Mitte erwarten wir uns neben einer Verbesserung der Versorgung der Bewohner im südlichen Sprendlingen auch positive Effekte auf umliegende Geschäfte“, so Erster Stadtrat Martin Burlon. Auch während der aktuellen Bürgerbeteiligung zur Sprendlinger Innenstadt im April dieses Jahres hatten mehrere der interviewten Bürger gefragt, wann die Neue Mitte endlich kommt.

Mohamed Younis plant, ab Herbst mit dem Abriss der bestehenden Gebäude zu beginnen. Die Abbruchgenehmigungen liegen seit längerem vor. Direkt im Anschluss soll mit der Bebauung des Geländes begonnen werden. Mit der Fertigstellung der Gesamtbaumaßnahme rechnet Mohamed Younis zum Jahreswechsel 2020/2021.

„Uns ist klar, dass wir bei einer Baumaßnahme dieser Größenordnung besondere Rücksicht auf die Menschen und die Gebäude im Umfeld nehmen müssen“, führt Mohamed Younis aus. Zudem bleibt abzuwarten, ob derzeit anhängige Klageverfahren den Fortgang des Projekts beeinflussen.

Auf den Ausgang der beiden gegen den Bebauungsplan anhängigen Normenkontrollanträge will Mohamed Younis dabei nicht warten. „Wir versuchen es mit den beiden Klägern, intensive Gespräche zu führen, um zu verstehen, woran es liegt, dass ein Nachbar gegen den B-Plan klagt und wie wir als Investoren seine Belange berücksichtigen können. Solange ich aber Baurecht habe, werde ich dies auch nutzen“, so Mohamed Younis abschließend.

Für die Normenkontrollverfahren gibt es noch keinen Termin für die mündliche Verhandlung vor dem Verwaltungsgerichtshof.

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