Sonnenblumenschule wird erweitert

Steigende Schülerzahlen: Containerlösung bietet Platz für zwei Klassenräume

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Der Kreis wächst und damit auch die Schülerzahlen. Um dem Bedarf gerecht zu werden, sollen Container als Übergangslösung dienen. Konkrete Erweiterungen werden derzeit geprüft.

Der Zuzug in das Rhein-Main-Gebiet und die ausgewiesenen Neubaugebiete im Kreis Offenbach verursachen bei Landrat Oliver Quilling Handlungsbedarf bei seiner Aufgabe als Schulträger. Um kurzfristig auf die wachsenden Schülerzahlen im Kreis reagieren zu können, werden noch vor Beginn des neuen Schuljahres auf einigen Schulhöfen im Kreis Container gestellt. Insgesamt sind 11 Übergangsgebäude mit 22 Klassenräumen über das Kreisgebiet verteilt geplant. Die Mieten dafür, begrenzt auf 24 Monate, kosten den Kreis rund 320 000 Euro. „Ich betone es immer wieder: Die Container sind nur als Übergangslösung gedacht und wir prüfen derzeit, wo wir mit richtigen Erweiterungen an den Schulen reagieren müssen“, erklärte Oliver Quilling.

Im Westkreis Offenbach gebe es derzeit eine besonders hohe Dynamik, allen voran in der Stadt Langen. Quilling habe in der vergangenen Woche ein gutes Gespräch mit Bürgermeister Frieder Gebhardt gehabt. Dabei sei ein komplett neuer Schulstandort für das Neubaugebiet Liebigstraße vereinbart worden. Die Stadt überlässt dem Kreis dabei ein Grundstück, das zunächst als Gelände für eine Kita vorgehalten wurde. Dort soll eine zweizügige Grundschule entstehen, welche die Option auf einen dreizügigen Ausbau biete.

Auch andere Grundschulen in der Sterzbachstadt werden gerade für eine Erweiterung diskutiert. Allen voran die Sonnenblumenschule, die jetzt zunächst einmal einen Container mit zwei Klassenräumen bekommt. „Dort könnten wir aber auch das bestehende Gebäude erweitern. Der Parkplatz vom Sportzentrum bietet Möglichkeiten, gleichzeitig hat das Familienzentrum Potenzial zur Erweiterung für die Schulbetreuung“, kennt Quilling schon Details. Da kommt auch ein möglicher Abriss des Jugendzentrums (Juz) ins Gespräch. Allerdings müsste der Jugendtreff nicht komplett weichen, nur Teile des Gebäudes. Einen Abriss oder Teilabriss des Juz wollte Erster Stadtrat Stefan Löbig (Grüne), gegenüber dieser Zeitung gestern noch nicht bestätigen: „Ja, es hat Gespräche gegeben. Aber wir haben vom Kreis noch keine konkreten Pläne gesehen und auch noch nichts über den tatsächlichen Flächenbedarf gehört“, so Löbig. Letztlich brauche die Stadt den Parkplatz und auch das Juz. Da habe die Stadt derzeit noch andere Ideen als der Kreis – es sei also noch nichts spruchreif.

Für die Ludwig-Erk-Schule in der Bahnstraße sprach Oliver Quilling von Überlegungen, sechs Klassenräume auf das bestehende Gelände anzubauen. Und auch an der Geschwister-Scholl Schule könne man mit dem Abriss des derzeit nicht genutzten Hausmeister-Hauses und einer Versetzung des Trafo-Hauses Kapazitäten schaffen.

Bei den weiterführenden Schulen sei es vor allem die Albert-Einstein-Schule, die in Langen das größte Entwicklungspotential habe. Mit „Schülerlenkungsmaßnahmen“ seien dort steigende Schülerzahlen zu erwarten. Mittelfristig sei aber auch eine komplett neue weiterführende Schule denkbar, wenn ein Ausbau der Albert-Einstein-Schule und des Dreieichgymnasiums nicht ausreichend ist. „Wir müssen darüber nachdenken, ob wir diese Schule dann in Egelsbach realisieren – an der Gemeindegrenze in Richtung Langen. Denn alleine in Egelsbach trägt sich eine Sekundarstufe eins und zwei nicht.“

Für Dreieich gibt es gerade eine Prüfung, ob die Schillerschule mit einer Dependance an der Georg-Büchner-Schule erweitert werden könnte, um den Zuzug in Sprendlingen abzudecken. Für das Dreieicher Gymnasium sind ebenfalls Pläne in der Diskussion: für die Ricarda-Huch-Schule ist der Kreis gerade mit der Stadt über Erweiterungsmöglichkeiten im Gespräch. Dazu müsste städtisches Gelände zur Arrondierung hinzugezogen werden.

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