Chor "Carpe Musicam"

Der steinige Weg zum amerikanischen Traum

  • vonNicole Jost
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Die Proben haben sich gelohnt: Der Chor „Carpe Musicam“ präsentierte eine tolle Show des Musicals „Fame“. Die Zuschauer waren begeistert.

In den 1980ern war „Fame“ wohl einer der beliebtesten Tanzfilme überhaupt, er wurde später zu einer erfolgreichen Fernsehserie verarbeitet und eben auch zu einem Musical umgeschrieben, dass derzeit wieder im Londoner Westend erfolgreich gespielt wird.

Der Offenthaler Chor „Carpe Musicam“ brachte den amerikanischen Traum vom Abschluss an der New Yorker School of Performing Art auf die Bühne im Sprendlinger Bürgerhaus. Die „Abschlussklasse 84“ tanzte, sang und spielte die Träume, Sehnsüchte und Sorgen der jungen Künstler.

Das bei der Premiere fast ausverkaufte Haus erlebte die ehrgeizige Carmen (Yvonne Löffel), den Casanova Joe Vegas (Maik Sommerlad), die immer hungrige Mabel (Rebecca Mau), das Straßenkind Tyrone (Achim Schiele) oder die tanzbegeisterte Iris (Petra Milkutat) bei ihrer Konzentration auf das anspruchsvolle Studium und der Spannung der ersten Liebe.

Das Ensemble war nicht in allen Teilen des Musicals ganz homogen. Unter den Sängern gibt es überragende Talente, auffallend gut war Yvonne Löffel als Carmen, die über ihren Ehrgeiz stolpert. Stimmlich eine wahre Offenbarung war Dana Ploep als Lehrerin Mrs. Sherman, die im Duett mit der ebenfalls guten Pia Neuchel als Miss Bell „Teachers Argument“ bereits glänzte, aber mit ihrem Solo „These are my Children“ das Publikum fast zu Tränen rührte. Ihren Sonderapplaus hatte sie mehr als verdient.

Insgesamt haben die Sänger und Tänzer unter der musikalischen Leitung von Hans Kaspar Scharf eine tolle Show in zwei abwechslungsreichen Stunden geboten. Der Spaß des Chors und der Tanzgruppe an dem Stück mit den mitreißenden Songs schwappte förmlich von der Bühne, da wurde dann ein schiefes Tönchen schon mal verziehen. Fast ein Jahr haben die Sänger und Tänzer engagiert geprobt – eine Arbeit, die sich ausgezahlt hatte. Zwei Mal fast ausverkauft, zwei Mal beste Stimmung und am Sonntagabend dann glückliche Gesichter bei den Künstlern und dem musikalischen Direktor. Immer wieder erstaunlich, was das kleine Offenthal da auf die Bühne – und den Zuschauern solch einen Spaß – bringt. Wer demnächst mal mitsingen möchte bei „Carpe Musicam“ kann sonntags um 18 Uhr bei den Proben in der Susgo Halle, Am Sportplatz 1-3, in Offenthal vorbeischauen.

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