Dreieicher Sicherheitstag

Tipps und Anregungen gegen Einbrecher und Angreifer

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Viele kümmern sich erst um die Sicherheit ihrer Wohnung, wenn bereits etwas passiert ist. Aber manche Besucher des Dreieicher Sicherheitstags wollten sich genau übers Thema informieren.

Verschließbare Fenster, Aufhebel-Stop für die Terrassentür oder gleich eine Alarmanlage? Mit der dunklen Jahreszeit beginnen die Hausbesitzer wieder vermehrt, sich mit der Sicherheit ihrer Häuser zu beschäftigen. Bei dem ersten Dreieicher Sicherheitstag in der Villa des Mercure Hotels konnten sich Interessierte jetzt rund um dieses Thema informieren.

Elf Unternehmen und Institutionen, vom Alarmanlangenvertrieb über Sicherheitspersonal und Selbstverteidigungstraining bis hin zur Polizei und dem Weißen Ring, waren für die Messebesucher Ansprechpartner. Der ganz große Andrang blieb aus. Dafür warteten die Interessenten mit konkreten Fragen auf.

„Ich habe wie verrückt Angst vor einem Einbruch, dabei ist bei uns noch nie etwas passiert“, sagt eine Dame aus Dreieichenhain, die ihren Namen aber nicht nennen möchte. Eine Alarmanlage hat das Haus schon, jetzt geht es ihr um eine Aufschaltung. „Die Profis sehen ja, dass eine Anlage das Haus schützt. Das hält sicher schon viele ab. Aber ich möchte jetzt, dass nicht nur der Alarm klingelt, sondern dass auch jemand kommt“, erklärt die Frau. Axel Knodt kann helfen. Der Geschäftsführer von Secutek vertreibt Alarmanlagen. Er verweist die Kunden an die Nachbarfirma All Service, die genau diesen Sicherheitsaspekt abdeckt.

„Das ist ein eher seltener Fall. Meistens kommen die Leute erst dann zu uns, wenn schon etwas passiert ist“, so Knodt. Dann soll die Alarmanlage wieder für ein besseres Sicherheitsgefühl sorgen. Und das können die modernen Geräte auch, davon ist Knodt überzeugt: „Wir verkaufen keine Einbruchs-Verhinderungsanlagen, aber in 99 Prozent der Fälle verziehen sich Einbrecher sofort, wenn eine Einbruchsmeldeanlage ertönt.“

Klaus Stapp von der Allianz-Versicherung will an diesem Nachmittag für persönlich zugeschnittene Hausratversicherungen werben. Er weiß aber auch, dass der mechanische Einbruchschutz das wichtigste ist: Aufhebelschutz für die Fenster und Terrassentüren, gute Haustüren und abschließbare Fensterhebel. „Da gibt es auch eine gute Förderung von der KfW, die Hauseigentümer für die bessere Sicherung auch unterstützen.

Martin Zoval ist mit seiner Wing Tsun Akademie in Dreieich zu Gast. Er steht für realitätsnahe Selbstverteidigung. „Das gilt nicht unbedingt für einen Einbruch, sondern vielmehr für jede kritische Situation im Alltag“, erklärt der Sportler. Das Training könne im Notfall dafür sorgen, mit den richtigen Tritten und Griffen die empfindlichsten Stellen eines Angreifers zu treffen, um sich zu schützen. Aber vor allem sorgt dieses Training für eine bessere Ausstrahlung und mehr Selbstbewusstsein, um gar nicht erst in schwierige Situationen zu kommen.

Für Axel Knodt war die erste Messe schon ein Erfolg. Er möchte für Dreieich den Sicherheitstag zu einer Institution werden lassen. „Wir müssen noch mal darüber sprechen, aber ich denke, wir sind nächstes Jahr um diese Zeit wieder hier.“

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