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Auch Salti gehört zum Parkoursport. Die Jugendlichen trainieren derzeit drinnen, wie hier in der Hans-Meudt-Halle.

Parkour-Anlage

Traum vom Hindernislauf im Freien

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Der vom Dreieicher Jugendparlament initiierte Parkour-Park wurde im Bürgermeisterwahlkampf zu einem kleinen Politikum. Nun hoffen die Organisatoren auf die Zustimmung der Stadtverordneten, damit das Projekt im kommenden Jahr umgesetzt werden kann.

Die jungen Leute um László Boroffka, Vorsitzender des Dreieicher Jugendparlaments (Jupa), wollen, dass auf der Grünfläche vor dem Sprendlinger Schwimmbad ein Parkour-Park errichtet wird. Ihnen war es übel aufgestoßen, dass die CDU die städtische Förderung für das Projekt von 30 000 Euro aus dem Haushalt streichen wollte. Im Haupt- und Finanzausschuss in dieser Woche stimmte dem Streich-Antrag nur die Fraktion selbst zu.

So sind die Jugendlichen sehr optimistisch, dass die Stadtverordneten am 27. November im Parlament grünes Licht für das Projekt geben. „Und dann liegt es nur noch an uns, ob es gelingt, den Traum von einer Parkour-Anlage unter freiem Himmel zu realisieren“, erklärt Boroffka. Denn die Abmachung zur Finanzierung lautet: Die Stadt gibt ihren Anteil zum Sportprojekt auf der Mariahall-Anlage dazu, wenn die Jugendlichen die andere Hälfte der Kosten über Sponsoren und Crowfunding selbst eintreiben. Das sei laut Boroffka die Idee der Jung-Parlamentarier gewesen.

Dass die Trendsportart hohen Zuspruch findet, beweisen insgesamt rund 120 Kinder und Jugendliche, die jede Woche in der Hans-Meudt-Halle und der Halle der Heinrich-Heine-Schule trainieren. Bei Parkour geht es darum, effizient, elegant und möglichst schnell über Hindernisse zu gelangen. „In urbanen Städten wie Frankfurt kann man das auch prima einfach so im Stadtbild machen. Wir üben den Sport aber derzeit vor allem in der Halle aus“, erklärt Maxim Kuznetsov, der Übungsleiter der Sprendlinger Turngemeinde ist. Sechs Gruppen, die Jüngsten zwischen sechs und zehn Jahren turnen gemeinsam über Bänke, Barren, Kästen. Auch auf den Weichmatten üben die Jungs und Mädchen Flic-Flac und Salto in alle Richtungen. „Der Reiz ist einfach die Freude an der Bewegung und sich immer neuen Herausforderungen zu stellen. Es ist auch ein sehr kooperativer Sport, wir helfen uns gegenseitig und lernen voneinander“, sagt Kuznetsov.

Von einem öffentlichen Parkour-Park würde nicht nur die STG profitieren, glauben die jungen Organisatoren. Auch beispielsweise der Turnverein in Dreieichenhain habe Parkour-Gruppen, wie sie wissen. Wenn eine solche Hindernislandschaft öffentlich erreichbar für alle Kinder und Jugendlichen ist, motiviere das außerdem auch abseits von Vereinen und Schule zur Bewegung – davon sind die jungen Leute überzeugt.

Wer die Jugendlichen bei der Parkour-Anlage in Dreieich unterstützen möchte, kann sich per E-Mail beim Jugendparlament unter info@jupa-dreieich.de melden.

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