Turnverein Dreieichenhain

Vertrag ist unter Dach und Fach

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Der TVD übernimmt mit Beginn des kommenden Jahres Teilflächen auf dem Grundstück der Stadt. Die Verhandlungen dazu waren schwierig und emotional.

Es waren langwierige Verhandlungen – aber jetzt kann sich der Turnverein Dreieichenhain (TVD) mit einer langjährigen vertraglichen Absicherung für das Sportgelände in der Koberstädter Straße wieder voll auf den Sport konzentrieren. Renate von Rockenthien, Monika Lenhard, Heiko Lenhard, Georg Fuhrländer, Gerhard Liebermann vom Vorstandsteam des Vereins sowie Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD) mit Martin Burlon, parteiloser Erster Stadtrat, haben in dieser Woche einen Pachtvertrag unterschrieben.

Dieser Vertrag umschließt Teilflächen auf dem Grundstück der Stadt. Der TVD übernimmt damit vom 1. Januar 2017 an rund 11 7000 Quadratmeter: die Tennisanlage, die Beachsportanlage, das komplette Ferienspielgelände mit dem Häuschen, die Boules-Anlage und Teile der Außenanlage in Richtung Straße.

Die Vertragsdauer ist für die nächsten 40 Jahre und neun Monate angelegt – solange läuft der Erbpachtvertrag für das Sportzentrum. Die drei Sportplätze mit der Laufbahn bleiben zunächst außen vor.

„Dieses ganze Projekt war in den vergangenen Jahren ein wichtiger Teil meines Lebens. Der ganz große Wurf mit dem kompletten Areal ist uns zwar nicht gelungen, aber das ist eben so im Sport, manchmal muss man erst die Meisterschaft in der B-Klasse gewinnen, um dann aufzusteigen und den Sieg in der A-Klasse anzupeilen“, sagte Sportfunktionär Gerhard Liebermann im Rathaus. Es seien sehr schwierige Verhandlungen gewesen, manchmal emotional, aber immer sehr fair, betonte auch Bürgermeister Dieter Zimmer.

„Wir beschäftigen uns ja schon lange mit dem Thema, die Sportanlagen in die Verantwortlichkeit der Vereine zu legen. Wir haben – auch weil der TVD der einzige Verein war, der überhaupt Interesse gezeigt hat – direkt mit dem größten Areal begonnen“, erläuterte Rathauschef Zimmer. Der Teufel stecke ja meist im Detail. Viele finanzielle und juristische Fragen hätten vor Vertragsunterzeichnung geklärt werden müssen.

Künftig ist also der Dreieichenhainer Traditionsverein für die Unterhaltung der Pachtflächen verantwortlich. Stadt und Vorstand haben sich auf eine einmalige finanzielle Unterstützung der Stadt in Höhe von 5000 Euro geeinigt. Die Verwaltung spart künftig die 1300 Euro jährlich ein, die sie nicht mehr für die Pflege und Instandhaltung der Flächen aufbringen muss.

Heiko Lenhard, Vorstandssprecher des Vereins, erläuterte die Motivation des TVD: „Wir haben mit diesem Vertrag jetzt eine langfristige Planungssicherheit.“ Die Verträge für die Tennisanlage seien zuletzt nur noch jahresweise verlängert worden, auch der für die Beachsportanlage sei nur noch zehn Jahre gültig. Mit den Unterschriften sei die Lage für die nächsten Jahrzehnte geklärt.

„Natürlich ist es ein kleiner Wehrmutstropfen, dass die Sportplätze nicht dabei sind, aber es hat auch für Erleichterung gesorgt, dass wir nicht die Verantwortung für die große Lösung tragen müssen“, betonte Lenhard. Es gehe schließlich nicht um neue Plätze, und Stadt und Verein haben sich zum Thema finanzielle Verpflichtungen bei Sanierungen und Neuinvestitionen, die in den nächsten 10 bis 20 Jahren sicher anstünden, nicht einigen können. Martin Burlon zeigte sich aber überzeugt, dass der TVD das ganze Areal übernimmt, wenn alle Fragen geklärt sind.

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