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Peter Keller, Leiter der regionalen Ermittlungsgruppe West in Sprendlingen (links), und Karin Eisenhauer, Fachdienstleiterin Bürger und Ordnung Stadt Dreieich (2.von rechts), begrüßen die freiwilligen Polizeihelfer Andrej Schreiber (von links), Britta Schmidt, Feras Alrashid und Francesco Lo Parrino im Rathaus.

Sicherheit

Vier neue Polizeihelfer auf Dreieichs Straßen unterwegs

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Die Stadt Dreieich hat vier neue freiwillige Polizeihelfer im Einsatz. Die ehrenamtlichen Kräfte sollen unter dem Motto „Präsenz zeigen – beobachten – melden“ für ein besseres Sicherheitsgefühl der Bürger sorgen.

Die Uniform sitzt, die Dienstkrawatten sind gebunden und der erste Gang durch die Sprendlinger Innenstadt ist auch schon absolviert: In Person von Britta Schmidt, Feras Alrashid, Francesco Lo Parrino und Andrej Schreiber hat die Stadt vier neue freiwillige Polizeihelfer im Einsatz. Nach 50 Stunden Ausbildung sollen die ehrenamtlichen Helfer der Polizei das Sicherheitsgefühl der Dreieicher in der Stadt erhöhen. „Wir sind sehr froh, dass wir mit Jürgen Meyer, der schon seit 2004 im Helferdienst ist, und mit Anastasia Schreiber, die sich künftig mit ihrem Mann Andrej abwechseln wird, jetzt insgesamt sechs freiwillige Polizeihelfer haben“, erklärt Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos).

Gute Erfahrungen

In der vergangenen Woche haben die neuen Kräfte ihre Ernennungsurkunde und Ausweise vom leitenden Polizeidirektor Claus Spinnler vom Polizeipräsidium Südosthessen und Karin Eisenhauer, städtische Fachbereichsleiterin für Bürger und Ordnung, entgegengenommen. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den Polizeihelfern gemacht“, sagt Burlon weiter, „Es ist immer gut, wenn Menschen in Uniform Präsenz zeigen. Ob das bei Veranstaltungen oder auch im Alltag in der Stadt ist.“

Gerade jetzt zur Einbruchsaison können die ehrenamtlichen Helfer für Kriminelle abschreckend sein und vielleicht bei einem offenen Fenster auch mal an einer Tür klingeln und den Hauseigentümer darauf aufmerksam machen, regt der Erste Stadtrat an. Den Aushilfskräften ist es erlaubt, Radfahrer auf den Gehwegen anzuhalten und Parkvergehen anzuzeigen. Im Zweifelsfall ist der Draht zur Polizei auch ganz kurz. „Wir haben auch immer wieder einmal Meldungen in Straßen, wo es Probleme mit zu viel Lärm oder Müll gibt, das ist ebenfalls ein klassischer Einsatzort, um Präsenz zu zeigen“, erläutert Karin Eisenhauer.

Die Polizeihelfer sind voller Tatendrang. Britta Schmidt ist Mutter von zwei Kindern und halbtags berufstätig. „Ich habe nach einer neuen Herausforderung gesucht und freue mich jetzt schon auf den Dienst“, sagt sie. Francesco Lo Parrino hat ebenfalls zwei Kinder und ist im Hauptberuf ausgebildete Schutz- und Sicherheitskraft in der U-Bahn in Frankfurt. „Die Sicherheit der Bürger liegt mir am Herzen“, erläutert der junge Mann seine Motivation.

Andrej Schreiber hat erlebt, wie viel Freude seine Frau Anastasia als freiwillige Polizeihelferin hat. Das Ehepaar wird sich künftig eine Stelle teilen. Andrej Schreiber ist hauptberuflich Soldat beim BMVg. Feras Alrashid ist ein syrischer Flüchtling, der vor drei Jahren mit seiner Frau und den zwei Kindern vor dem Krieg geflohen ist. Er hat die Sprachtests bestanden und auch schon Erfahrung im Geschäft der öffentlichen Sicherheit: „Ich war in Syrien Polizist“, erzählt der Mann, der bereits zwei Mal über mehrere Wochen ein Praktikum bei der städtischen Ordnungsbehörde absolviert hat.

25 Stunden im Monat

Nachdem zwei freiwillige Polizeihelfer aus Altersgründen ausgeschieden sind und drei weitere berufsbedingt keine Zeit mehr haben, war im Sommer eine erste Ausschreibung mangels Interesses gescheitert. Umso glücklicher sind Eisenhauer und Burlon, dass es bei einem zweiten Versuch im Spätherbst jetzt gleich mit vier neuen Kräften geklappt hat.

Der freiwillige Polizeidienst ist offiziell ein Ehrenamt, das aber mit einer Aufwandsentschädigung von sieben Euro in der Stunde vergütet wird. Die Einsatzzeit der Helfer ist auf maximal 25 Stunden im Monat begrenzt.

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