Verein Zukunft Dreieich

Ein wahrhaft schönes Paradies

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Der Lehr- und Kräutergarten des Vereins Zukunft Dreieich wurde nun offiziell eröffnet. Besucher können sich künftig über die Wirkungsweise und Verwendung grüner Kraftpakete informieren.

Kerbel, Kresse, Borretsch, Sauerampfer, wie sie der geübte Koch für die Grüne Soße braucht, aber auch Thymian, Oregano, Rosmarin und Brennnessel, Baldrian oder Minze soweit das Auge reicht. Wo sich vor Monaten noch der Müll türmte, in wilde Brombeerhecken eingewachsene Zäune sogar ein Durchkommen verhinderten – dort hat der Verein Zukunft Dreieich ein wahres Kleinod geschaffen.

Auf 1000 Quadratmetern wurde ein Lehr- und Kräutergarten in den Baierhansenwiesen angelegt. In 36 Kräuterbeeten wachsen Wild- und Heilkräuter, eine großzügige Kräuterspirale lockt mit den typischen Gartenkräutern und im hinteren Teil des Gartens gedeihen auf einer Musterstreuobstwiese sechs einheimische Obstsorten vom Apfel, über die Birne bis hin zur köstlichen Kirsche. Salat, Mangold, Paprika und Tomaten sind in weiteren neun Gemüsebeeten fachkundig angelegt. Bänke laden zum Sitzen und Genießen ein, und zwei Holzskulpturen von dem Sprendlinger Künstler Heinz Zimmer werten die Aufenthaltsqualität in dem kleinen Paradies noch weiter auf.

Mit dem Lehr- und Kräutergarten hat der Verein Zukunft Dreieich die Baierhansenwiese weiter verschönert. Dazu hat sich der Verein Profis ins Boot geholt: Neben der Unterstützung der Fachleute – sprich: der städtischen AG Umwelt- und Naturschutz und dem Naturheilverein Darmstadt und Umgebung – waren auch das Naturheilkundemuseum und die Freunde Sprendlingens beim Anlegen des Kräutergartens involviert.

Mehr als 100 Besucher waren gestern zu der offiziellen Eröffnung gekommen, und Klaus Rehwald von der AG Umwelt- und Naturschutz – er hat die Arbeiten federführend koordiniert – bedankte sich bei den Spendern: „Die Erstellung des Gartens war mit erheblichen Kosten verbunden und wäre ohne die Unterstützung nicht möglich gewesen“, betonte Rehwald.

Die Pflanzen wurden von mehreren Gärtnereien und Händlern zur Verfügung gestellt und auch die Materialien, um die Kräuterspirale zu bauen und die Beete in Form zu bringen, wurden mit Hilfe der ansässigen, großzügigen Baustoffhändler verwirklicht.

Zur Eröffnung gab es für die Besucher neben Erfrischungsgetränken köstliche kleine Häppchen mit Kartoffeln und grüner Soße. Die Kräuter des „Frankfurter Nationalgerichts“ sind übrigens in einem eigenen kleinen Beet zusammengefasst.

„Es ist ein großartiges und auch einmaliges Projekt und wir sind froh, dass wir dabei sein dürfen“, erklärte Angelika Tank vom Naturheilverein Darmstadt. Die positive Wirkung von Kräutern müsse noch viel bekannter werden, „es ist einfach fantastisch, dass dieser Garten öffentlich zugänglich bleibt und die Menschen hier hautnah die Kräuter erleben können.“

Damit die Dreieicher noch mehr über die grünen Kraftpakete mit ihrer Wirkungsweise und Verwendung erfahren, wird es künftig Workshops und Führungen geben. Die erste ist schon am kommenden Donnerstag, 2. Juni, um 10 Uhr mit dem Naturheilverein,. Am Sonntag, 5. Juni, steht das Thema Löwenzahn und Brennnesel auf dem Programm und für Mittwoch, 8.Juni, lädt das Naturheilkundemuseum zu einer Einführung in die Homöopathie ein. Die Teilnahme kostet jeweils zehn Euro. Wer die Eröffnung verpasst hat, kann den Garten künftig auch täglich von 10 bis 18 Uhr besuchen.

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