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Die Macher des neuen Kreisels freuen sich mit Erstem Stadtrat Martin Burlon (3. von rechts) über die gelungene Gestaltung.

Hingucker

Das ist der neue Kreisel am Ende des Hainer Wegs in Dreieich

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Der neue Kreisel am unteren Ende des Hainer Wegs ist ein echter Hingucker. Nicht nur Lokalpatrioten dürften sich am Anblick der dort dargestellten Dreieichenhainer Sehenswürdigkeiten erfreuen.

Diese Kreiselgestaltung trifft die Dreieichenhainer mitten ins Herz für die Heimat: Aus rostigem Cortenstahl erhebt sich in der Verkehrsanbindung am unteren Ende des Hainer Wegs an die Albert-Schweitzer-Straße und den Neurothweg der Scherenschnitt des Obertors, des Saalhofs (Saalgasse 4) und des Gasthauses „Alte Burg“. Schon im Hellen sind die drei Stelen ein Hingucker. Ein wahres Kunstwerk werden die Silhouetten, wenn sie im Dunklen von innen angestrahlt sind und die Wahrzeichen aus dem Kreisel leuchten.

Die Basis des Kreisels ist ein zweistufiges Rondell aus Mainsandstein als natürlicher und ästhetischer Baustoff, der zum typischen Stadtbild Dreieichs passt. Die Aussparungen im äußeren Ring symbolisieren die Mauerkronen der Burgruine. Nach Abschluss der fast zweijährigen Sanierungsarbeiten am Hainer Weg ist die Gestaltung des Kreisels jetzt ein Geschenk an die Bürger. Die Firmen Fischer Garten- und Landschaftsbau aus Rödermark und Gerhardt Baustoffe aus Dreieichenhain haben den Entwurf und die Umsetzung des neuen Schmuckstücks übernommen.

Rund 25 000 Euro

„Mich reizte die Herausforderung, moderne Straßengestaltung zeitgemäß mit der historischen Fachwerkarchitektur der Dreieichenhainer Altstadt zu verbinden“, erklärt Markus Gerhardt, Junior-Chef von Baustoff Gerhardt. Er habe nach der Mitgestaltung des Dreieichplatzes im Jahr 2015 gerne wieder bei der Gestaltung einer öffentlichen Fläche geholfen. Natürlich gehöre Lokalpatriotismus dazu. „Aber“, so betont Gerhardt „wir haben ja auch etwas davon. Jeder Autofahrer, der hier vorbeikommt, sieht, dass wir diesen Kreisel gemeinsam mit der Firma Fischer gestaltet haben.“ Beide Unternehmen können schließlich von dieser Werbung an so prominenter Stelle auch profitieren. Zur Beratung hatten sich die Initiatoren den Heimatkundler Roger Heil mit ins Boot geholt.

Rund 25 000 Euro, so schätzen die Spender, haben sie mit Materialkosten und Arbeitsstunden in die Baustelle investiert. Der Garten- und Landschaftsbauer bleibt dem Kreisel auch in Zukunft treu: Die Pflege der Bepflanzung mit Lavendel und Ziergras wird von der Firma Fischer übernommen.

Drei Runden gedreht

Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos) dankte den Sponsoren und lobte die Initiative der Unternehmer: „Wir haben bei der Bepflanzung von Kreiseln durch örtliche Unternehmer ja in Offenthal schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Schön, dass wir jetzt auch in Dreieichenhain gleich zwei Partner haben, die sich für ihre Stadt freiwillig engagieren“, erklärte Burlon.

Der neue Kreisel kommt übrigens gut an. Schon während der Bauarbeiten gab es viel Lob: „Wir haben sehr positive Resonanz erhalten. Manches Auto ist während der Bauarbeiten drei Runden im Kreisel gefahren, um zu schauen, was wir hier machen“, erzählt Thomas Fischer. Immer wieder seien auch Menschen stehen geblieben und hätten gesagt, wie schön sie die Stelen mit den ortstypischen Motiven finden.

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