Niedrigere Kosten

Wiederherstellung des Übergangs über den Kreuzbach wird billiger

Die Bürger können wieder entspannt am Hengstbach spazieren gehen. Die zunächst wesentlich höheren Kosten für die Wiederherstellung der Brücke beruhten auf einem Übermittlungsfehler.

Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos) ist nicht zuletzt kraft Amtes einiges an Überraschungen gewohnt. Die Abläufe rund um die Wiederherstellung der kleinen Brücke über den Kreuzbach gehören dabei ohne Zweifel dazu.

Nachdem nach vielen Wochen endlich die notwendigen Genehmigungen der Unteren Naturschutz- und Wasserbehörde vorlagen, war klar, dass zur genehmigten „Verrohrung“ des Baches an der Stelle des Übergangs kein Rohr „von der Stange“, wie am Schlagsbach in Sprendlingen, sondern ein eigens anzufertigendes Kastenprofil vonnöten ist. Dieses musste in einem Betonwerk in Auftrag gegeben werden, was weitere Zeit verschlang.

Nach Fertigstellung des einzusetzenden Elements folgte die erste unangenehme Überraschung. Allein dieses Element soll 15 000 Euro kosten, plus weitere begleitende Arbeiten, ebenfalls mit etwa 15 000 Euro angesetzt, ergab zusammen die rund stolze Summe von 30 000 Euro.

„Ich konnte und wollte das zunächst nicht glauben, aber auch auf Nachfragen erhielt ich zu meinem Bedauern keine andere Antwort“, so Erster Stadtrat Burlon, der fortfuhr: „Da ein ähnliches Element, allerdings mit anderer Verwendung, vor einigen Jahren ebenfalls einen knapp fünfstelligen Betrag gekostet hatte, habe ich das notgedrungen akzeptiert und auch so nach außen kommuniziert.“

Nachdem die Arbeiten in der vergangenen Woche zügig und ohne weitere Probleme ausgeführt und die Querung zum zurückliegenden Wochenende wieder benutzbar gemacht worden war, trudelte nun diese Woche die Schlussrechnung bei der Stadt ein.

Nun folgte die nächste und hoffentlich letzte Überraschung bei diesem Projekt. Das Ganze kostet statt der angekündigten rund 30 000 Euro nur rund 8500 Euro. „Da habe ich meine Mitarbeiter das nächste Mal ungläubig angeschaut und mir Scherze bei diesem bisher eher unerfreulichen Vorgang verbeten“, so der Erster Stadtrat, der mittlerweile wieder schmunzeln kann. Diese Zahl, schwarz auf weiß belegt, stimmte nun allerdings, da zum einen ein für die Herstellung des Kastenprofils zwischengeschalteter „Fachmann“ eine falsche und viel zu hohe Zahl an die Stadt übermittelt hatte, das Kastenprofil kostete statt 15 000 Euro nur etwa 3100 Euro, und da die begleitenden Arbeiten trotz enger und schwieriger Verhältnisse sehr zügig und mit weniger Aufwand als geplant ausgeführt werden konnten, fiel die abschließende Rechnung auch in diesen Positionen deutlich niedriger aus.

Auch wenn eine deutliche Kostenreduzierung zur vorhergesagten Summe etwas sehr Erfreuliches ist, auf die Umstände, wie zuvor beschrieben, hätten alle Beteiligten gerne verzichtet.

Nicht zu vergessen, was dauerhaft bleibt: Es gibt nun endlich einen neuen Übergang, der vielen darauf wartenden Bürger in den kommenden Jahren und Jahrzehnten wieder ein entspanntes Spazierengehen im Hengstbachtal ermöglicht.

(fnp)

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