Bürgermeisterwahl

SPD will Martin Burlon unterstützen

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Die Dreieicher sind im Oktober dazu aufgerufen, einen neuen Rathauschef zu wählen. Bisher gibt es drei Bewerber um die Nachfolge von Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD. Dessen Partei hat nun angekündigt, den amtierenden Ersten Stadtrat bei dessen Kandidatur zu unterstützen.

Nach der Ankündigung von Dieter Zimmer (SPD), nicht mehr um das Amt des Bürgermeisters kandidieren zu wollen nimmt der Wahlkampf langsam, aber sicher an Fahrt auf. Neben Martin Burlon (parteilos), der sich im Oktober dieses Jahres zur Wahl um das Amt auf dem Chefsessel im Dreieicher Rathaus stellen möchte, haben bereits Bettina Schmitt (CDU) und Christian Kurz (parteilos) ihre Kandidatur angekündigt.

Mit Spannung blickten die an der Stadtpolitik interessierten Dreieicher in den vergangenen Wochen Richtung Sozialdemokraten. Hat die SPD ein „Ass nach Zimmer“ im Ärmel? Das Geheimnis ist jetzt gelüftet. Die SPD wird keinen eigenen Kandidaten stellen: Ortsvereinsvorsitzender Thomas Vortmüller gab via E-Mail bekannt, dass seine Partei Martin Burlon als Bürgermeisterkandidaten bei der anstehenden Wahl unterstützen wird.

Sowohl Ortsvereinsvorstand als auch Fraktion sehen in Martin Burlon den geeigneten Nachfolger für Zimmer, schreibt Vortmüller. Eine Findungskommission der SPD habe in den vergangenen Wochen intensiv nach einem geeigneten Kandidaten gesucht, sowohl im eigenen Ortsverein wie auch außerhalb Dreieichs.

„Natürlich hätten wir gern jemanden aus den sozialdemokratischen Reihen als Kandidaten aufgestellt“, so Thomas Vortmüller. „Aber es ging und geht uns in erster Linie um einen kompetenten und authentischen Nachfolger für Amtsinhaber Dieter Zimmer. Und hier ist uns die Entscheidung, Martin Burlons Kandidatur zu diesem für Dreieich so wichtigen Amt zu unterstützen, nicht schwer gefallen“, erläutert der SPD-Chef.

Dafür haben sie den amtierenden Erste Stadtrat Burlon ins Interview genommen: Burlon hatte sich auf Einladung der SPD am Montagabend den Fragen der Mitglieder von Ortsvereinsvorstand und Stadtverordnetenfraktion gestellt. Die Sozialdemokraten sprachen sich anschließend einstimmig dafür aus, den Ersten Stadtrat als Kandidaten zu unterstützen.

„Martin Burlon bringt alle Fähigkeiten für dieses Amt mit“, begründet Fraktionsvorsitzender Holger Dechert die Entscheidung. „Seine langjährige Erfahrung in der Dreieicher Stadtverwaltung, seine politische Neutralität im sachbezogenen Umgang mit allen Fraktionen, seine profunden Kenntnisse der anstehenden Stadtentwicklungsprojekte, seine Offenheit für die Anliegen der Bürger sowie sein Bekenntnis zur Einhaltung des Konsolidierungskurses machen Martin Burlon für uns zur einzigen Alternative als Amtsnachfolger von Dieter Zimmer.“

Die Genossen loben weitere Fähigkeiten des Ersten Stadtrats: „Martin Burlons starke Verwurzelung in Dreieich war – zusätzlich zu seinen fachlichen Qualifikationen – ein weiteres wesentliches Kriterium für unsere Entscheidung“, so Vortmüller. Ein Bürgermeister müsse nicht nur repräsentieren und Sitzungen leiten können, sondern benötige auch eine hohe Verwaltungs- und Führungskompetenz. „Genau diese Eigenschaften bringt Martin Burlon unserer Meinung nach mit“, resümierten Dechert und Vortmüller gemeinsam ihre Entscheidung. Das war dann auch noch offensichtlich ein kleiner Seitenhieb in Richtung Christdemokraten und deren Kandidatin Bettina Schmitt.

Abschließend wollen die Sozialdemokraten aber auch die Mitglieder in großer Runde zur Entscheidung befragen: Auf einer Mitgliederversammlung soll noch einmal über den Vorschlag von Ortsvereinsvorstand und Fraktion informiert, diskutiert und abgestimmt werden.

Für Martin Burlon ist diese Entscheidung der Sozialdemokraten, wenn sie dann auch von dem Mitgliedern bestätigt wird, eine positive Nachricht: „Es freut mich, dass die SPD mich als parteilosen und unabhängigen Kandidaten unterstützen möchte“, sagt Burlon. Er sei schon in den vergangenen neun Jahren in seiner Amtszeit als Erster Stadtrat in den Fragen der Politik auf alle Fraktionen offen und gesprächsbereit zugegangen.

Zwar sei die Bürgermeisterwahl eine Personenwahl und die Frage nach der Partei vielleicht nicht so gewichtig wie bei anderen Wahlen. „Aber die Unterstützung der SPD ist für mich dabei natürlich sehr wertvoll“, betont Burlon. Der amtierende Erste Stadtrat kündigte auch noch einen offiziellen Auftakt seines Wahlkampfes an, bei dem er dann auch mit den Inhalten und Ideen seines Wahlprogramms an die Öffentlichkeit treten will. Einen konkreten Termin gebe es dafür bislang aber noch nicht.

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