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Die Georg-Büchner-Schule in der Konrad-Adenauer-Straße ist deutlich größer und wird das Raumproblem lösen.

Kreistag beschließt:

Schiller-und Georg-Büchner-Schule wechseln Standorte

Der Kreistag in Dietzenbach hat gestern Morgen beschlossen, dass die Schillerschule und die Georg-Büchner-Schule die Standorte tauschen.

Dreieich – Damit werden die Sprendlinger Grundschüler aller Voraussicht nach ab dem Schuljahr 2021/2022 auf den Schulbänken im Gebäude der Konrad-Adenauer-Straße 22 sitzen, während die Förderschüler der Büchner-Schule in der Moselstraße 7 unterrichtet werden. Vor der Abstimmung der Kreistagsfraktionen erläutert Landrat Oliver Quilling (CDU) noch einmal die Gründe für den Gebäudetausch, der bei den Betroffenen nicht unumstritten ist. „Wir haben auf dem Gelände der Schillerschule einfach keine Möglichkeit, eine vierzügige Grundschule zu entwickeln“, so der Landrat. Das Areal der Georg-Büchner-Schule biete hingegen ein optimales Entwicklungspotenzial. „Wir können dort die vorhandene Mensa nutzen und die Schillerschule kann mit der Vielzahl der Räume zur Ganztagsschule wachsen“, sagt Quilling. Der Georg-Büchner-Schule sichert der Kreishaus-Chef gute Lernbedingungen und den Umbau der vorhandenen Räume in die benötigten Fachräume zu.

Dreieich: Kommunikation mit der Elternschaft hätte „besser laufen können“

Quilling räumt ein, dass die Kommunikation mit der Elternschaft hätte „besser laufen können“. Rein formal habe die Behörde aber alle Regeln eingehalten. Die Ansprechpartner bei einem solchen Schultausch seien die Schulleitungen, das Schulamt und sogar das Kultusministerium hat der Kreis in die Pläne eingeweiht. „Die Diskussionen der vergangenen Tage haben uns aber gezeigt, dass wir Wege finden müssen, wie wir die Eltern früher einbinden können“, so Quilling im Parlament. Er habe mit der Elternbeiratsvorsitzenden der Schillerschule, Tina Vieweber, auch ein persönliches Gespräch geführt, in dem er die Gründe für den Schultausch im Detail erklärt habe und auch ihre Fragen beantwortet, berichtet Quilling.

Aus dem Parlament kommt dann für die Rochade der beiden Schulen kein Gegenwind. Dreieichs ehemaliger Bürgermeister Dieter Zimmer bezeichnet die Pläne stellvertretend für die SPD-Fraktion als „gute Lösung“. Auf die Herausforderung ständig wachsender Kinderzahlen in der Stadt müsse der Schulträger reagieren. Schade sei nur, dass er nicht darauf gekommen sei, fügt er mit einem Schmunzeln an. Die wichtigsten Fragen seien aus Sicht der SPD geklärt: „Auf die Bedürfnisse der Büchner-Schule wird reagiert, mit dem Tausch kann die Schillerschule Ganztagsschule werden und die Erich-Kästner-Schule wird obendrein auch entlastet“, nennt Zimmer einen weiteren Vorteil für den Wechsel.

Standorttausch in Dreieich: Alle Fraktionen - bis auf die FDP - stimmen zu

Maria Sator-Marx von den Grünen betont, dass der etwas längere Schulweg zumutbar sei und die Grundschüler in der neuen Schule endlich auch mehr Freiraum hätten. Mit Ausnahme der FDP, die sich enthält, stimmen denn auch alle Fraktionen zu. Dr. Günter Gericke erläutert die Zurückhaltung seiner Partei: Den Liberalen sei das Konzept „zu dünn“, sagt er. Die Antragsvorlage enthalte weder Zeit- noch Kostenpläne, die FDP erteile keinen „Blankoscheck“ für den Schulumzug. „Dass die Kommunikation nicht gut gelaufen ist, ist bedauerlich, denn gerade die ist im Sinne der Akzeptanz eines solchen Projektes“, sagt Gericke.

VON NICOLE JOST

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