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Bei dem Absturz eines Kleinflugzeugs am Sonntagnachmittag bei Egelsbach sind drei Menschen ums Leben gekommen.

Experten aus Moskau erwartet

Tote Russische Airline-Chefin: Obduktion der Leichen soll Klarheit bringen

Aus bislang unbekannter Ursache stürzt am Sonntagnachmittag ein Kleinflugzeug in der Nähe des Flugplatzes in Egelsbach ab. An Bord war auch die russische Geschäftsfrau Natalija Filjowa. Eine Obduktion der Leichen soll Klarheit bringen

  • Kleinflugzeug stürzt in ein Feld nähe des Flugplatzes Egelsbach
  • Drei Menschen kommen ums Leben, darunter Natalija Filjowa (eine der reichsten Frauen Russlands)
  • Obduktion soll Klarheit bringen

Update, 2. April, 10.11 Uhr: Zwei Tage nach dem Absturz einer Einpropeller-Maschine im Kreis Offenbach sollen am Dienstag die drei Leichen obduziert werden. Bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung soll den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge die Identität der Toten zweifelsfrei geklärt werden. Unter anderem soll die russische Geschäftsfrau Natalija Filjowa (55) darunter sein. Ob es sich bei den beiden anderen Opfern um den Vater der Frau sowie einen russischen Piloten handelt, war vor der Obduktion noch unklar.

Update, 1. April, 10.10 Uhr: Nach dem Absturz des Kleinflugzeugs mit drei Russen an Bord reisen Experten aus Moskau zur Unglücksstelle. Sie sollten bereits heute eintreffen, um den deutschen Kollegen bei der Suche nach der Absturzursache zu helfen. "Der Staat, dessen Flugzeug abgestürzt ist, ist immer an der Zusammensetzung der Untersuchungskommission beteiligt", sagte der stellvertretende Leiter des russischen Zwischenstaatlichen Luftverkehrskomitees (MAK), Sergej Sajko. "Sollte es notwendig sein, sind wir bereit, beratend zu helfen und Hilfe zu leisten bei der Auswertung der Flugschreiber, sollten diese gefunden werden." Es sei unklar, ob es in der Maschine (Flugzeugtyp Hersteller Epic) einen Flugschreiber gegeben habe.

Natalija Filjowa, eines der Opfer, war russischen Medien zufolge mit ihrem Vater und dem Piloten an Bord gewesen. Die Maschine stürzte am Sonntagnachmittag gegen 15.30 Uhr auf ein Spargelfeld in Erzhausen bei Darmstadt und brannte komplett aus. Der Pilot hatte sich gegen 15.22 Uhr bei der Deutschen Flugsicherung, die für den deutschen Luftraum zuständig ist, abgemeldet, um sich beim Tower des Airport Egelsbach anzumelden.

Die russische Geschäftsfrau Natalija Filjowa ist bei dem Flugzeugabsturz getötet worden

Update, 1. April, 6.20 Uhr: Nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges am Sonntagnachmittag wurden in der Nacht weitere Details bekannt. Drei Menschen starben. An Bord der Maschine soll sich laut Deutscher Presse-Agentur die 55 Jahre alte Geschäftsfrau Natalija Filjowa befunden haben. Die russische Staatsangehörige ist Miteigentümerin der S7-Fluggesellschaft. 

"Das ist ein unwiederbringlicher Verlust", sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur in Moskau. Filjowa sei eine inspirierende Managerin und wunderbare Frau gewesen. Auch russische Experten sollten bei den Untersuchungen zur Unfallursache helfen, sagte die S7-Sprecherin. Filjowa galt als eine der reichsten Frauen Russlands. Russischen Medien zufolge war auch ihr Vater mit in dem Flugzeug. Die Polizei bestätigte die Identitäten zunächst nicht - sprach aber von zwei russischen Staatsangehörigen. Zu dem Piloten der Maschine gab es zunächst keine Informationen.

Die Ermittlungen, wie es zu dem Absturz gekommen ist, sollen am Montag fortgesetzt werden. 

Kleinflugzeug stürzt nahe des Flugplatzes Egelsbach ab - alle Insassen tot

Update, 31. März, 19.14 Uhr:  An Bord des mutmaßlich 6-sitzigen Flugzeuges sollen sich neben dem Piloten, zwei weitere Personen befunden haben. Mit einer abschließenden Identifizierung der Leichen ist im Laufe der kommenden Woche zu rechnen.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung wurde umgehend nach dem Absturz informiert und hat die Ermittlungen zur Absturzursache aufgenommen.

Für die Dauer der Bergungsarbeiten und den anschließenden Untersuchungen wurde die Unfallstelle weiträumig abgesperrt. Die Absperrung wird mindestens bis in die späten Abendstunden andauern. Erste Zeugen, die den Absturz beobachten konnten, haben sich bereits bei der Kriminalpolizei in Darmstadt (K10) gemeldet. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.

Erstmeldung, 31. März, 16.58 Uhr: Erzhausen/Egelsbach - Wie die Polizei berichtet, kam es gegen 15.30 Uhr zum Absturz nordwestlich von Erzhausen. Die Einsatzkräfte sind zahlreich vor Ort - der Bereich ist weiträumig abgesperrt.

Anzahl der getöteten Menschen noch unklar

Laut ersten Erkenntnissen ist die Maschine aus Frankreich gekommen und wollte in Egelsbach auf dem Flugplatz landen. An Bord des mutmaßlich sechssitzigen Flugzeuges sollen sich neben des Piloten zwei weitere Personen befunden haben. Ersten Hinweisen zufolge könnten es russische Staatsangehörige sein. Im Laufe der kommenden Woche sollen die Leichen jetzt untersucht und identifiziert werden.

Nach dem Aufprall war das Kleinflugzeug komplett ausgebrannt - Trümmer liegen in einem Umkreis von bis zu 20 Metern verteilt. 

Neben den Beamten der Kriminalpolizei ist auch die Bundesstelle für Flugzeuguntersuchungen in die Ermittlungen eingebunden.

Polizeiwagen verunglückt auf Weg zur Absturzstelle

Etwa zur gleichen Zeit kommt es bei Langen zu einem tödlichen Verkehrsunfall - ein Wagen der Polizei ist involviert. Zwei Personen sterben, drei Polizeibeamte werden schwer verletzt. Offenbar befand sich der Streifenwagen auf dem Weg zur Unfallstelle. (jo)

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