Kriminalität

Schlag gegen Online-Drogenhandel bei „Telegram“: Zwei Festnahmen im Kreis Offenbach

  • vonJoel Schmidt
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Den Ermittlungsbehörden gelingt ein Schlag gegen den Drogenhandel über den Messenger-Dienst „Telegram“. Dabei werden auch zwei Männer aus dem Kreis Offenbach festgenommen.

  • In einer bundesweiten Aktion gehen die Ermittlungsbehörden gegen den Drogenhandel im Internet vor.
  • Im Fokus der Ermittler liegen verschiedene Gruppen und Kanäle des Messenger-Dienstes „Telegram“.
  • Zwei der über 20 Beschuldigten kommen aus dem Kreis Offenbach.

Kreis Offenbach - Wegen unerlaubten Handels mit Drogen, gefälschten Dokumenten und gestohlenen Daten sind Ermittler am Donnerstag (29.10.2020) in mehreren Bundesländern gegen Administratoren des Messenger-Dienstes „Telegram“ vorgegangen. Bei einer Aktion in sechs Bundesländern seien insgesamt neun Chatgruppen übernommen und sichergestellt worden, teilten das Bundeskriminalamt und die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Freitag (30.10.2020) mit. Zwei Beschuldigte stammten demnach aus dem Kreis Offenbach.

Dieses Sperrbild wurde vom BKA in den Chatgruppen eingefügt.

An den Ermittlungen waren neben der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg die Staatsanwaltschaften aus folgenden Städten beteiligt:

  • Bremen
  • Chemnitz
  • Essen
  • Hagen
  • Konstanz
  • Mannheim
  • Feldkirch (Österreich)
  • Vorarlberg (Österreich)

Ermittlungen wegen Drogenhandel via „Telegram“: Zwei Beschuldigte im Kreis Offenbach

Sichergestellt worden seien mehr als vier Kilogramm Betäubungsmittel, acht Waffen, 8.000 Euro, Datenträger und Smartphones. 13 Männern zwischen 18 bis 54 Jahren wird unter anderem unerlaubter Handel mit Drogen in teils nicht geringer Menge vorgeworfen. Ein 25-Jähriger aus dem Kreis Offenbach wurde den Angaben zufolge verhaftet, ein 19-Jähriger, ebenfalls aus dem Kreis Offenbach, soll noch am Freitag (30.10.2020) dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen richten sich insgesamt gegen 28 Beschuldigte.

Zwei Festnahmen im Kreis Offenbach: Drogenhandel über „Telegramm“ organisiert

Die ermittelnden Behörden erklärten, „Telegram“ werde beim Handel mit illegalen Waren und Dienstleistungen als Alternative zu Handelsplattformen im Darknet verwendet. In teilweise öffentlich zugänglichen Kanälen und Chatgruppen erfolge die Anbahnung der illegalen Geschäfte, die Abwicklung des Verkaufs von Drogen und anderen illegalen Waren danach in separaten Chats zwischen einzelnen Nutzern.

Drogenhandel über Messengerdienst „Telegram“: Haftbfehl im Kreis Offenbach vollstreckt

Im Rahmen der Maßnahmen konnte die Kommunikation in insgesamt neun Chatgruppen des Messengers „Telegram“ mit knapp 8.000 Mitgliedern übernommen und sichergestellt werden, darunter Gruppen mit den Namen „Silk Road“, „Marktplatz//Schwarzmarkt“, „GermanRefundCrew“ oder „Cracked Accounts Shop“. In den übernommenen „Telegram“-Kanälen und Gruppen wurde von den Ermittlungsbehörden ein Sperrbild veröffentlicht und dem weiteren Handel mit Drogen ein Riegel vorgeschoben.

In Dietzenbach im Kreis Offenbach stand ebenfalls im Sommer ein junger Mann wegen dem Handel mit Drogen in gleich vier Fällen vor Gericht. Zum Verhängnis wurde ihm letztendlich eine Videoaufnahme. (Joel Schmidt mit dpa)

Rubriklistenbild: © Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main

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