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Vieles, was die Bürger über den Restmüll entsorgen, darf in die Biotonne etwa Obst und Teebeutel.

Was alles in die Biotonne gehört

Je mehr, desto besser: Mit einer Kampagne werden die Bürger darüber aufgeklärt, was alles in die Biotonne darf. Denn der Müll liefert Rohstoffe für Biogas.

Die Stadt Langen startet gemeinsam mit weiteren 70 hessischen Kommunen und dem hessischen Umweltministerium die Aktion Biotonne. Die Initiative zeigt, dass viel mehr Abfälle aus der Küche in die Biotonne dürfen als die meisten Menschen denken. Die Getrenntsammlung von Bioabfällen wurde in Langen im vergangenen Jahr flächendeckend eingeführt. Deutschlandweit werden immer noch rund vier Millionen Tonnen kompostierbarer Küchen- und Gartenabfälle über den Restmüll entsorgt und so Rohstoffe massiv verschwendet.

„Beim Kochen und Essen fallen viele Abfälle an. Wirft jeder der sechs Millionen Bürger in Hessen diese in die Biotonne, hat das eine große Wirkung auf die Umwelt“, sagte die hessische Umweltministerin Priska Hinz beim gestrigen Start der landesweiten Aktion in Frankfurt. „Denn daraus hergestelltes Biogas liefert Strom und Wärme aus erneuerbarer Energie und der Kompost ersetzt große Mengen an Kunstdünger und Torf in Landwirtschaft, Garten- und Weinbau“.

Um verdorbene Joghurts aus dem Kühlschrank, Knochen und schmierige Saucenreste aus der Schmuddelecke zu holen, entwickelten Designer exklusiv für die Aktion einen Behälter speziell für Bioabfälle sowie Papiertüten und einen Einwickelblock in Trendfarben. Die Designobjekte sowie Tipps und Infos werden in Langen bis zum 9. Juni im Rewe-Markt in der Winkelwiese auf einer Infosäule präsentiert. Die städtische Abfallberatung wird dort am Mittwoch, 2. Mai, von 10 bis 12 Uhr Fragen rund um die Biotonne beantworten.

Die Aktion zeigt im Handel, in Bürgerbüros und im Internet auf was in die Biotonne darf: Gemüse- und Obstschalen, Fleisch-, Wurst- und Fischreste, Fischgräten und Tierknochen, Käsereste und Käsenaturrinde, Teebeutel und Kaffeefilter, Eierschalen, altes Brot, Brötchen, Gebäck, Küchenkrepp und Papierservietten, Joghurt und Quark sowie Lebensmittel aus dem Kühlschrank wie verschimmeltes Gemüse und Obst oder verdorbene Milchprodukte. Wichtig ist: Die Kunststoffverpackungen haben in der Biotonne nichts zu suchen, denn sie ruinieren den Kompost.

Weitere Informationen gibt es bei der städtischen Abfallberatung unter (0 61 03) 2 03-3 91 und im Internet unter und .

(fnp)

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