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„April Art“ holten den Hessischen Rock & Pop Preis

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Lisa-Marie Watz sprang auf der Bühne der Neuen Stadthalle einen guten Meter in die Luft, stieß einen Schrei aus und fiel ihren Jungs in die Arme.

Lisa-Marie Watz sprang auf der Bühne der Neuen Stadthalle einen guten Meter in die Luft, stieß einen Schrei aus und fiel ihren Jungs in die Arme. Die Powerfrau mit den rot-schwarzen Haaren und der markanten Rockröhre aus Gießen feierte am Sonntagabend mit ihren Bandmitgliedern Philipp Tesarek, Nico Neufeld und Ben Juelg den Sieg im Hessischen Rock &Pop Preis in Langen. Zuvor hatten „April Art“ die fachkundige Jury mit dem kickenden Crossover-Alternative-Rock überzeugt.

Sie waren laut, sie ließen es ordentlich krachen und beeindruckten nicht nur die Fachleute mit einer unschlagbaren Bühnenpräsenz. Nach dem Auftritt einer über die Bühne rasenden Lisa-Marie, und Musikern, die miteinander kaum besser harmonieren könnten, blickte sich das Publikum fast ungläubig an, so sehr waren sie fasziniert von dem Auftritt der Gießener Band. Das Quartett hatte also auch den Publikumspreis in der Tasche. Mit dem Gewinn des Landestitels am Sonntagabend, dürfen „April Art“ Hessen beim Bundeswettbewerb vertreten.

Die Fußstapfen sind groß: die letztjährigen Gewinner „The Jukes“ trugen den Sieg dann auch auf Bundesebene nach Hause und auch „Pur“, „Juli“ und „Luxuslärm“ starteten ihre Karrieren als Gewinner des Hessischen Rock & Pop Preises, der in diesem Jahr zum 28. Mal ausgetragen wurde.

„Was für ein geiler Moment. Unglaublich, ich freue mich so sehr. Wir haben alles gegeben“, war die Frontfrau von „April Art“ beinahe überwältigt. Erst seit Beginn dieses Jahres spielen die Gießener in dieser Formation zusammen, lange haben sie den perfekten Schlagzeuger gesucht und mit Ben endlich gefunden. „Ich liebe diese Jungs einfach. Wir wollen das Gleiche – und das unbedingt“, freut sich Lisa Marie auf noch viele gemeinsame Konzerte und natürlich auf den Bundeswettbewerb.

Dabei war die Konkurrenz am Sonntagabend alles andere als schlecht. Mit „Alyzee“, „Di Mari“, „Superuse“, „Best before after“ und „The Secluded“ hatten die Gießener starke Mitstreiter, die um den Preis buhlten. Alle Bands hatten 15 Minuten Zeit, sich und ihre Musik – nur eigene Titel waren erlaubt – der Jury und dem Publikum zu präsentieren. Entscheidungskriterien waren dabei Komposition, Spieltechnik, Gesang, Arrangement, Text, Originalität und Kreativität.

Die Jury, bestehend aus Jonas Hamke, Uwe Otterbach, Peter Hochmuth, Chris Mutu, Horst-Franz Sadkowski, Dirk Zinkhan, Miriam Abel-Zapf und Dominik Stotzem, waren durchweg Fachleute und hatten mit den vorausgewählten Bands die Möglichkeit, verschiedene Musikgenres zu präsentieren Platz zwei belegte der Singer/Songwriter „Di Mari“ aus Friedberg und Dritter wurden „Best Before After“ aus Wiesbaden, die feinen Rock boten.

Überglücklich war an diesem Abend auch Markus Striegl. Er moderierte die Bands mit Wissenswertem zu den Musikern charmant an. Zum dritten Mal hielt er bei der Organisation des Wettbewerbs in der Neuen Stadthalle die Zügel in der Hand. „Wir werden immer besser. So viele Zuschauer hatten wir noch nie und von der Stimmung her ist es einfach nur perfekt. Dank vieler Helfer und dem Engagement der Sponsoren ist das echt eine runde Veranstaltung und macht richtig viel Spaß“, ist Striegl mehr als zufrieden.

Neben der Ehre durfte „April Art“ übrigens auch einen Scheck über 500 Euro mit nach Hause nehmen und alle Bands bekamen kleine Aufmerksamkeiten von einem Frankfurter Musikhaus. Der Deutschlandsieger wird auf dem Bundesfestival, dem 34. „Deutschen Rock & Pop Preis 2016“, am 10. Dezember im nordrhein-westfälischen Siegen ermittelt. njo

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