Qualitätssiegel

Auszeichnung der IHK: Langen ist ein ausgezeichneter Wohnort

  • VonNicole Jost
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Nur wenn die Wohnqualität stimme und sich Mitarbeiter und Familien wohlfühlten, sei damit zu rechnen, dass die Fachkräfte auch blieben, sagte IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller. In Langen scheint dies der Fall zu sein – die Stadt erhielt erneut das Qualitätssiegel „Ausgezeichneter Wohnort“.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach zeichnete zum zweiten Mal die Stadt Langen als „Ausgezeichneter Wohnort“ aus. IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller, selbst Langener Unternehmerin, übergab die Urkunde an Bürgermeister Frieder Gebhardt.

„Gut qualifizierte Fachkräfte sind der wichtigste Erfolgsfaktor für unsere Unternehmen“, sagte Schoder-Steinmüller. „Es wird immer schwieriger, offene Stellen zu besetzen. Nur wenn die Wohnqualität stimmt und sich Mitarbeiter und ihre Familien wohlfühlen, ist damit zu rechnen, dass die Fachkräfte auch bleiben. Nach eingehender Prüfung freuen wir uns, die Stadt Langen erneut für die vielen Angebote, Services und ihr Engagement in Sachen Willkommenskultur auszuzeichnen. Übrigens, nicht nur die Stadt, sondern auch die Langener Unternehmen können mit dem Qualitätszeichen werben.“

Langen wurde von der IHK erstmals im Jahr 2014 ausgezeichnet. Für die Rezertifizierung spielten – neben den sechs überprüften Handlungsfeldern „Strategische Zielsetzung“, „Zuzug leichtgemacht“, „Beruf und Familie“, „Ausländische Fach- und Führungskräfte“, „Kultur und Freizeit“ sowie „Harte Standortfaktoren“ – vor allem die vereinbarten Entwicklungsziele eine besondere Rolle. In insgesamt 31 Kriterien wurde das Angebot in der Stadt überprüft. „Besonders positiv ist dabei der Dialog zwischen den Kulturen aufgefallen. Die ehrenamtlichen Willkommenspaten, die den Fachkräften bei der Wohnungssuche und dem Knüpfen von sozialen Kontakten helfen, sind ein Gewinn für die Stadt“, lobte die IHK-Präsidentin.

Nach den Worten von Bürgermeister Gebhardt ist Langen eine echte Wachstumskommune, in der gerade in begehrten und optimal an den Öffentlichen Personennahverkehr angeschlossenen Lagen Hunderte von neuen Wohnungen entstehen, sich weitere Unternehmen ansiedeln und der Einzelhandel mit neuen Angeboten zur Entfaltung kommt.

Die Stadt betreibe eine professionelle Willkommenskultur, zum Beispiel mit einer Neubürgertüte, die mit Informationen über Langen und die Region gefüllt sei. Der städtische Internetauftritt sei mehrsprachig gestaltet und die von den Stadtwerken betriebene App „Stella“ liefere schnell Infos.

Der Rathauschef erwähnte auch die sieben ehrenamtlichen Willkommenspaten mit ihrem besonderen Service. Willkommenspate Mehmet Canbolat, ein Langener Mitbürger aus der türkischen Partnerstadt Tarsus, hat gerade die Ansiedlung der Firma Color-D textile begleitet. Das Unternehmen kommt aus der Türkei und ist auf den Im- und Export von Inneneinrichtung spezialisiert.

Kirsten Schoder-Steinmüller hob hervor, dass die Entwicklung des neuen Wohngebietes an der Liebigstraße eines der größten Wohnprojekte in der Region sei. „Bei einem Zuzug von über 2000 Menschen ist es wichtig, dass die Stadt bezüglich ihrer kommunalen Angebote gut aufgestellt ist und über eine etablierte Willkommenskultur für die aus- und inländischen Neubürger verfügt.“ Da treffe es sich gut, dass sich Langen nicht auf der Auszeichnung ausruhe, sondern seine Anstrengungen bis 2023 weiter intensivieren möchte.

Bürgermeister Frieder Gebhardt erklärte in diesem Zusammenhang auch, dass das Wachstum der Stadt Langen begrenzt ist: „Wir wollen keine 50 000-Einwohner-Stadt werden. Wir wollen nach der Realisierung der Liebigstraße daran arbeiten, die Bedingungen in der Stadt zu verbessern.“

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