Baskets sind weiter

  • vonAlexander Wolf
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Der Saisonstart ist geglückt. Gut eine Woche vor dem Punktspielstart in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga, Süd zogen die Rhein-Main Baskets durch einen 68:60-Derbysieg gegen die SG Weiterstadt in die zweite Runde des DBBL-Pokals ein.

Vor knapp 400 Zuschauern in der Georg-Sehring-Halle bot das Team von Peter Kortmann vor allem in der Verteidigung eine starke Leistung und dominierte drei von vier Vierteln. „Von der Idee her sind wir auf dem richtigen Weg“, sagte der Trainer, „wir haben gut verteidigt und gut gespielt“.

Was dem Trainer fehlte, war eine ordentliche Trefferquote jenseits der 6,25-Meter-Linie. „Bei den Dreiern haben wir nur 19 Prozent getroffen“, analysierte der Trainer. Von 21 Versuchen landeten nur vier zwischen dem Ring. Ohne Francis Pieczynski, die aus beruflichen Gründen fehlte, sowie die am Fuß verletzten Verena Wilmes und Alica Köhler gingen die Baskets zu neunt aufs Parkett und erspielten sich in den ersten zehn Minuten eine 20:18-Führung. Auch Jasmin Weyell war als Quereinsteigerin aus der U17 des TV Langen mit von der Partie. „Das Spieltempo war schon genau so, wie wir es haben wollten“, lobte Kortmann seine Spielerinnen. Weil die Baskets statistisch gesehen jeden zweiten Zwei-Punkte-Wurf ins Ziel brachten und bei den Freiwürfen auf 82 Prozent Trefferquote kamen, hatten sie auch nach dem schwachen zweiten Viertel nichts zu befürchten. „Da hatte unser Tempo nicht mehr ganz gestimmt“, erklärte der Übungsleiter das 15:21. Zur Pause lagen die Weiterstädterinnen, bei denen drei ausländische Stammspielerinnen fehlten, 39:35 in Front.

Nach dem Seitenwechsel korrigierten die Baskets den Zwischenstand. Vor allem die Führungsspielerinnen Nelli Dietrich und Anja Stupar nahmen das Heft in die Hand und machten schon vor dem Schlussviertel aus dem Rückstand mit dem 20:14 eine Zwei-Punkte-Führung. Die beiden avancierten bis zum Ende der Partie mit 16 Punkten zu den Top-Scorerinnen ihres Teams.

In den letzten zehn Minuten zahlte sich auch das harte Konditionstraining in der Vorbereitung aus. Die Rhein-Main Baskets konnten das hohe Tempo aufrecht erhalten, sicherten sich unter beiden Körben die Rebounds und gewannen den letzten Durchgang mit 13:7. „Eigentlich hätten wir bei einer vernünftigen Trefferquote bei den Dreiern mit 20 Punkten Vorsprung gewinnen können“, erklärte Kortmann. Der Trainer wollte nicht das Haar in der Suppe suchen, sondern machte klar, dass derartig viele verworfene offene Drei-Punkte-Würfe sein Team gegen einen besser besetzten stärkeren Gegner den Sieg kosten würden.

„Spätestens gegen Heidelberg müssen wir in diesem Bereich auf 35 oder 40 Prozent Trefferquote kommen. Am Samstag steigt das erste Zweitliga-Duell zu Hause gegen den USC Heidelberg. Durch den Pokalsieg qualifizierten sich die Baskets außerdem für das Zweitrunden-Duell mit den Eisvögeln vom USC Freiburg. Der Erstligist, von dem Elisabeth Dzima jüngst ins Rhein-Main-Gebiet wechselte, kommt als Auswärtsmannschaft zur Spielgemeinschaft aus dem Rhein-Main-Gebiet. Wann und wo gespielt wird, steht allerdings noch nicht fest.

Rhein-Main Baskets: Pia Dietrich (12 Punkte), Monika Wotzlaw (8), Nelli Dietrich (16), Elisabeth Dzima (6), Anna Schlaefcke (4), Nadine Ripper (6), Anja Stupar (16), Miriam Lincoln, Jasmin Weyell.

(awo)

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