Bürgerstiftung unterstützt Projekt

Behinderte und nicht behinderte Menschen gemeinsam auf der Bühne

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Theaterspielen ist nicht nur für die soziale Gemeinschaft gut, auch der Spaß kommt bei den Proben im Wohnverbund Langen nicht zu kurz. Das Projekt, bei dem Behinderte zusammen mit Nichtbehinderten auf der Bühne stehen, wurde nun mit Fördergeld bedacht.

Eine gute Nachricht erreichte den Wohnverbund Langen der Behindertenhilfe des Kreises Offenbach. Für seine Theatergruppe erhält er 8000 Euro als Fördergeld von der Langener Bürgerstiftung. Das Stiftungskuratorium wählte das eingereichte Vorhaben – ein Theaterstück mit Behinderten und Nichtbehinderten – als „Projekt des Jahres“ aus. Insgesamt sieben Vereine und Organisationen hatten sich darum beworben.

„Ich freue mich sehr darüber, dass wir ausgewählt wurden“, sagte Robert Maßholder, Leiter der Region West des Wohnverbunds Langen. In diesem Jahr im April hatte die Gruppe Premiere mit dem Stück „Des Kaisers neue Kleider“ gefeiert. Sechs Bewohner aus dem Wohnverbund und ihre Betreuer sowie vier Schauspieler hatten großen Spaß auf der Bühne.

Außerdem war auch die Malgruppe der Albrecht-Tuckermann-Wohnanlage involviert, 20 Maler hatten für das Bühnenbild gesorgt. „Es hat einen solchen Spaß gemacht, und wir hatten 15 Minuten Applaus, das habe ich vorher noch nie erlebt“, erzählt Volker Herz, Schauspieler der Sickenhöfer Laientheatergruppe.

Jetzt steht ein neues Stück auf dem Plan. Am 10. November 2017 führt das Ensemble das Stück „Don Quijote“ von Miguel de Cervantes in der Neuen Stadthalle auf. Die Proben sollen im Mai 2017 beginnen. Die Gruppe besteht aus Mitarbeitern und behinderten Bewohnern der Langener Albrecht-Tuckermann-Wohnanlage, des Wohnhauses Elisabethenstraße, des Ambulant Betreuten Wohnens und einer Wohngruppe in Dreieich-Offenthal. Unterstützt werden sie von der Sickenhöfer Laientheatergruppe und der Kulturwerkstatt Goldbach mit den Theaterpädagogen Franziska und Jan Bareins. Beide führen die Mitmachenden mit viel Geschick und Empathie zu bemerkenswerten schauspielerischen Leistungen.

„Gerade für geistig- oder mehrfachbehinderte Menschen ist es etwas ganz Besonderes, einmal auf der Bühne und im Mittelpunkt zu stehen. Sie erfüllen sich einen großen Traum“, erklärt Robert Maßholder. „Darüber hinaus fördern die Proben die Teilnehmer und beeinflussen das soziale Miteinander ausgesprochen positiv.“

Uwe Daneke, Vorstand der Bürgerstiftung, warb für das Projekt: „8000 Euro sind erst das Startkapital. Sie reichen nicht aus, um zwei Aufführungen zu finanzieren. Deshalb appellieren wir an die Langener Bürger, die Wirtschaft und Institutionen, den Betrag mit Spenden kräftig aufzustocken, um den Mitwirkenden ein zweites großartiges Erlebnis zu ermöglichen.“

Unterstützer können sich bei der Bürgerstiftung Langen, Weserstraße 14, oder telefonisch unter (0 61 03) 2 03-2 00 melden. Weitere Infos und die Kontonummern gibt es unter .

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