Bienenzuchtverein

Damit es weiter summt und brummt

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Die hessische Bienenkönigin Anna-Lena I. moderierte die akademische Feier des Bienenzuchtvereins. Zum 150-jährigen Bestehen gab es lobende Worte.

So lebendig wie die Bienen, die sich nun schon in ihren Stöcken regen, so munter war auch die akademische Feier zum 150-jährigen Bestehen des Bienenzuchtvereins Langen und Umgebung. Der Verein um seine Vorsitzende Verena Jakel und ihren Stellvertreter Josef Lindenau hatte für Sonntagmorgen in die Neue Stadthalle Langen eingeladen und als Moderation der Feier die amtierende hessische Bienenkönigin Anna-Lena I. gewinnen können. Als besondere Gäste waren der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Hessischer Imker, Lothar Wehner, Landrat Oliver Quilling sowie Stadtverordnetenvorsteherin Margarethe Wahler-Wunder und Bürgermeister Frieder Gebhardt dabei.

Es machte „summ“, dann stand sie auf der Bühne, die Bienenkönigin Anna-Lena I., und kündigte eine musikalische Ouvertüre an: Das Blasorchester der Musikschule Langen, unter der Leitung von Bernd Sallwey, bot das fulminante „Heal the World“ von Michael Jackson. In ihren Grußworten stellten sowohl Landrat Oliver Quilling als auch Lothar Wehner die große Bedeutung der Biene für die Umwelt, ja, für die Existenz des Menschen dar.

„Wir müssen wieder bessere Voraussetzungen für die Biene schaffen, damit sie ihrer wichtigen Aufgabe im Lebenszyklus auch gerecht werden kann“, betonte Landrat Oliver Quilling. Er zielte damit sowohl auf Monokulturen in der Landwirtschaft als auch auf das Grün in den Städten ab.

Lothar Wehner verwies darauf, dass die Biene nicht nur im Frühjahr viele Blüten braucht, um die über den Winter geschwächten Kräfte wieder aufzufrischen, sondern auch im Herbst, um Energie für den Winter anzulegen.

Langens Bürgermeister sagte: „An diesem Bienenzuchtverein sieht man, dass es auch anders gehen kann“, betonte Gebhardt und verwies auf die allein im Vorjahr gewonnenen 30 Jungimker. „Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr und dieses Rezept sollte

Ansporn für andere

Vereine sein“, lobte das Stadtoberhaupt und verwies auf Kooperationen mit den Kindertagesstätten und Grundschulen.

Nach einer flotten Darbietung der Abteilung Rhythmische Sportgymnastik des Turnvereins (TV) gab es einen Rückblick von Gerd Recktenwald, nicht nur auf die Chronik des Vereins selbst, sondern vor allem über die Entstehung der Bienenzucht. So erstaunte kürzlich ein Fund alter tönerner Bienenstöcke in Israel, der belegte, dass schon vor Tausenden von Jahren versucht wurde, den Sammeldrang der Biene zu nutzen – Honig war lange Zeit das einzige Süßungsmittel.

Die Geschichte des Bienenzuchtvereins Langen geht auf eine Versammlung der Bienenzüchter aus Starkenburg in Philippseich am 30. September 1864 zurück. Hier wurde eine „Sektion Langen“ ins Leben gerufen, aus der dann der Bienenzuchtverein Langen hervorging – später wurde der Name um „Langen und Umgebung“ erweitert. Heute erfreut sich der Verein einer recht aktiven Mitgliedschaft mit jungen Imkern.

Zum Ende der akademischen Feier gab es zahlreiche Ehrungen. Eine besondere Auszeichnung erfuhr Wilhelm Fuhrländer für seine 70-jährige Mitgliedschaft – wobei hier Vorstandsjahre doppelt angerechnet werden, er war von 1996 bis 2011 erster Vorsitzender. Seit 50 Jahren hält Hedwig Spieß dem Bienenzuchtverein Langen die Treue, sie wurde mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. Für seine zehnjährige Vorstandarbeit erhielt Hans Muntermann die Ehrennadel in Silber. Ferner wurden Manfred Steidl, Juri Miller, Robert Gangnus, Günter Maurer, Jürgen Beck, Johann Greschner, Horst Werwitzke und Michael Sifft für ihre 15-jährige aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet; sie alle erhielten die Ehrennadel in Bronze.

Zum Abschluss überraschte Verena Jakel das Stadtoberhaupt mit einem Präsent. „Wir haben aus dem Wachs unserer Bienen eine Langen-Kerze mit den symbolischen Bauten hergestellt; vielleicht kann man diese Kerze auch als Geschenk der Stadt verwenden“, regte Jakel an. Gebhardt war begeistert und sicherte ihr den Verkauf der schönen Kerze, die von Frank Kieselbach entworfen wurde, im Shop des Rathauses zu.

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