Cashma Hoody

Doppelkonzert zum Abschied

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Das wars mit den „Hoodys“. In der Neuen Stadthalle Langen spielten die Jungs der legendären Rock-Reggae-Band ihr allerletztes Live-Konzert.

Als Sänger John kurz vor Mitternacht durch 1000 Menschen ging, begleitet von Boris auf der Gitarre und dabei Bob Marleys „Song of Freedom“ sang – im Schlepptau alle Musiker der 22-jährigen Bandgeschichte – wurde so manch ein Taschentuch gezückt. Selbst Schlagzeuger Sebastian konnte seine Tränen nicht verbergen.

Das soll es also gewesen sein mit „Cashma Hoody“. Nach 22 Jahren Trippin’ Rock-Reggae vom Feinsten, beschenkten John Abdelsayed (Vocals), Nils Wendt (Percussion), Sebastian Wehr (Drums), Carsten Reiter (Keyboard), Stefan Wißmann (Bass) und Boris Eckert (Gitarre) ihre große Fangemeinde mit einem vier Stunden „Hoody“-Bollwerk in der Neuen Stadthalle Langen.

Die Musiker aus Obertshausen und Heusenstamm spielten in ihrem letzten Konzert zwei Konzerte in einem und holten jeden Titel hervor, den sie in den vergangenen Jahren bei einem ihrer mehr als 500 Live-Konzerte gerne gespielt hatten. Dabei waren sie mit der kompletten Band unterwegs und hatten zur musikalischen Verstärkung auch ihre beiden

Blechbläser

Sebastian Früchel (Posaune) und Nils Helfrich (Trompete) im Team.

Dabei schwelgten die Musiker in so mancher Erinnerung; erzählten von einem Konzert in Berlin, für das sie eigens einen neuen Song geschrieben hatten und es dann auf der Hanfparade zu einem solchen Unwetter gekommen war, das fünf Zentimeter große Hagelkörner ihren Auftritt vereitelten. Oder von ihrer Zusammenarbeit mit „Culcha Candela“ und Mellow Mark.

Mit großen Fahnen, Pyrotechnik und Goldglittter zum Abschied boten die Musiker das ganze Programm, aber vor allem zeigten die Jungs viel Gefühl. Bei aller Party, die sie auf der Bühne zusammen mit den Fans feierten, war es den Musikern anzusehen, dass dieses „Lebewohl“ ihnen nicht ganz leicht fällt.

Immer wieder herzten sie sich, ließen die Menge in Langen springen und erfreuten sich daran, dass die „Hoody-Familie“ zum Abschluss noch einmal zusammenkam. Neben einem komplett neuen Song, der noch auf keiner der zehn „Cashma Hoody“ Alben zu finden ist, gab es auch „Weiter“ – das ist wohl pragmatisch zu verstehen: denn in den Herzen ihrer Fans lebt die Band eben auf ewig „weiter“. Mit der „Rocky Horror Picture Show“, für die sie einst zusammenkamen, und in den Probenn für die Musicalproduktion der Reggae so viel mehr Spaß brachte, hat alles angefangen. Jetzt ist die Geschichte von „Cashma Hoodys“ in Langen am Samstagabend zu Ende gegangen. Mit Wehmut, Tränen und ganz viel Party. Wer weiß, vielleicht gibt es ja doch ein Wiedersehen.

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