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Staustrecke: Die B 486 (hier an der Einmündung der K 168) soll ausgebaut werden – nur wann?

Verkehr

Ein Ende der Staus auf der B 486 ist nicht in Sicht

Seit nahezu 40 Jahren wird der Ausbau der B 486 zwischen Langen und der Autobahn 5 geplant – doch ein Baubeginn ist nach wie vor nicht in Sicht. Jetzt sorgt ein neues Gutachten für ein weiteres Kapitel der „unendlichen Geschichte“.

Es ist ein absolutes Nadelöhr, das 2,3 Kilometer lange Stück der Bundesstraße 486 zwischen Langen (Einmündung K 168/Höhe Kläranlage) und der Anschlussstelle an der A 5. Bereits 1981 haben Verkehrsfachleute die Notwendigkeit einer Verbreiterung der Strecke erkannt; im Laufe der Zeit hat sich ein vierspuriger Ausbau als beste Variante herauskristallisiert. Doch die Detailplanungen kommen nicht voran. Im Gegenteil: Jetzt gehen sie in eine weitere Runde. Die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil hat die Stadt informiert, dass ein neues Verkehrsgutachten erarbeitet werden musste.

Das bis dato berücksichtigte Papier stammt noch aus dem Jahr 2009. Es war von vielen Seiten, darunter auch vom Magistrat, wegen zahlreicher Mängel heftig kritisiert worden. So stimmten die Verkehrsprognosen nicht mit den von der Stadt Langen ermittelten Werten überein. Hessen Mobil ging bisher von deutlich geringeren Zahlen aus, gerade auch bei der Menge des Durchgangsverkehrs, der sich nach dem Ausbau in die Stadt Langen verlagern dürfte und nicht über die Nordumgehung fließt.

Neue Zahlen im Frühjahr

Bürgermeister Frieder Gebhardt begrüßt deshalb, dass es ein aktuelleres Gutachten gibt: „Ich hoffe, dass es die Folgen des Ausbaus für unsere Stadt realistischer beleuchtet.“ Nachteil sei allerdings, dass das Prozedere nicht zur Beschleunigung des Projektes beitrage, sondern es weiter in die Länge ziehe.

Im Frühjahr will Hessen Mobil die neuen Zahlen präsentieren. Dann kann sich auch der Magistrat dezidiert dazu äußern und überdies die Öffentlichkeit Stellung nehmen. Eingehende Anregungen und Bedenken werden anschließend vom Regierungspräsidium Darmstadt und von Hessen Mobil abgewogen.

Als Grund für die überarbeitete Untersuchung gibt die Landesbehörde den Ausbau des Frankfurter Flughafens an. Dessen Auswirkungen auf den Verkehr sei noch nicht ausreichend berücksichtigt worden. Außerdem geisterte noch die schon längst beerdigte Südumgehung Buchschlag in den Akten herum und verfälschte das Ergebnis.

Ein zusätzliches Manko war das Prognosejahr 2020, das bereits vor der Tür steht. „Normalerweise sollte eine derartige Studie einen wesentlich längeren zeitlichen Horizont abdecken“, betonte Rathauschef Gebhardt. Dieser Forderung wird die Überarbeitung nun gerecht: Sie nimmt Bezug auf das Jahr 2030, auch im Hinblick auf Lärm und Abgase.

Ausbau notwendig

Wer auf dem stark befahrenen Abschnitt der B 486 unterwegs ist, weiß, dass ein Ausbau dringend notwendig ist. Die Straße ist eng, stauanfällig (mit Auswirkungen bis auf die Autobahn) und für Radfahrer absolut tabu. Der von Hessen Mobil vorgesehene vierspurige Ausbau soll endlich Besserung bringen.

Im Dezember 2014 hatte das Regierungspräsidium ein Anhörungsverfahren eröffnet, im Sommer des Folgejahres wurden die Unterlagen öffentlich ausgelegt. Danach gingen etwa 200 Stellungnahmen und Einwände von Bürgern und Behörden ein. Durch den immensen Umfang der Eingaben und die aktuelle Verkehrsuntersuchung ist ein Planfeststellungsbeschluss als Voraussetzung für einen Baubeginn immer noch nicht in Sicht.

(ble)

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