Langens Artur Zarenko hat abgezogen und überwindet den gegnerischen Block.
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Langens Artur Zarenko hat abgezogen und überwindet den gegnerischen Block.

Volleyball

An die Grenzen gestoßen

  • VonMichael Löffler
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Der Durchmarsch aus der Oberliga bis in die Dritte ist der SSG Langen nicht gelungen.

Zweimal mussten sich die Volleyballer der SSG Langen in den sogenannten vorsorglichen Aufstiegsspielen dem TV Rottenburg II mit 1:3 beugen. Niedergeschlagenheit herrscht nach den Niederlagen deswegen aber keineswegs. „Wir haben im ersten Regionalliga-Jahr des Vereins überhaupt mit Platz zwei viel mehr erreicht, als wir uns vor dem Saisonstart erträumt haben“, betont Trainer Markus Pfahlert, der neidlos anerkannte, dass seine Mannschaft gegen einen stärkeren Gegner gescheitert war.

„So war es mir lieber, als wenn wir unglücklich wegen zwei, drei fraglichen Bällen gescheitert wären. Uns wurden die Grenzen aufgezeigt. Die größten Probleme bereitete uns Kai Kleefisch, den wir kaum zu blocken vermochten“, so Pfahlert.

Der Langener Coach musste in den beiden Matches auf Mittelblocker Florian Kragl und Zuspieler Jannick Selmoser verzichten. Dazu gingen die Außenangreifer Artur Zarenko und Lukas Pfahlert aufgrund von Krankheit und Spätschicht mit deutlichen Trainingsrückstand in die Partie. Doch während der Trainersohn im Hinspiel eine ordentliche Leistung brachte, musste der enttäuschende Team-Kapitän im Verlauf der Hinspiel-Partie Thomas Schäfer Platz machen und im Rückspiel zunächst auf die Bank. Schäfer und Lukas Pfahlert avancierten in den beiden Duellen schließlich zu den besten Langenern, in Rottenburg überzeugte auch Zuspieler Stefan Schibilsky.

Vom Spielverlauf her waren beide Begegnungen unterschiedlich, vom Charakter her glichen sie sich wie ein Ei dem anderen. Rottenburg schlug stark auf, womit die Langener Annahmespieler nicht zurechtkamen, der Block der Schwaben stand wie eine Wand.

Vielleicht wäre die ganze Serie anders ausgegangen, wenn die SSG im voll besetzten Langener Sportzentrum beim Stand von 24:23 den Satzball verwandelt hätte. Nachdem dieser im Angriff vergeben wurde und wenig später ein gegnerischer Aufschlag in der Annahme, er sei im Aus, zum 24:26 zu Boden fallen gelassen wurde, gewannen die Langener zwar den zweiten Durchgang 25:20. Doch das war das letzte Erfolgserlebnis. Bedingt durch die schwache Annahme – und dadurch auch fehlende Variabilität im Angriff, was gegen den starken Block des Teams vom Neckar verhängnisvoll war – wurden die Sätze drei und vier mit 21:25 und 17:25 glatt abgegeben.

In Rottenburg ging es ähnlich zu. Die beiden ersten Sätze wurden mit 15:25 und 17:25 mehr als deutlich abgegeben. Routinier Kleefisch war nie zu bremsen. Da durch die beiden Satzgewinne der Gastgeber die Aufstiegsfrage nun entschieden war, blieb Kleefisch im dritten Satz draußen. Markus Pfahlert brachte seinerseits auf der Diagonalposition anstelle von Nils Brücken nun Jan Grünfelder, tauschte auch die Positionen der Mittelblocker Norman Hoerstel und Felix Weber. Dies führte zu einem 28:26-Satzgewinn. Doch das Schlusswort gehörte wieder dem besseren Team. Der TV Rottenburg setzte sich mit 25:22 durch.

(löf )

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