Matthias Mangiapane

Hessebub auf Rekordjagd im Dschungelcamp

Hatte ich meinen Artikel vom Montag wirklich mit dem Satz „Erbarme, der Hesse kommt!“ beendet? Nach einer Woche Dschungelcamp bei RTL sollte ich wohl eher schreiben: „Habt Erbarmen mit dem Hessebub“.

Als Moderatorin Sonja Zietlow am Mittwoch ins Camp kam, um zu verkünden, wer in die nächste Dschungelprüfung muss, schwante dem gebürtigen Langener Matthias Mangiapane nichts Gutes. Und es kam, wie es kommen musste: Der 34-Jährige war auch am gestrigen Donnerstag dran. Zum siebten Mal in Folge. Damit ist er auf dem besten Weg, Larissa Marolts Rekord aus dem Jahr 2014 einzuholen und vielleicht sogar zu überbieten. Das Model absolvierte damals zehn Prüfungen. Acht davon nacheinander. „Geht Matthias in die Geschichte ein?“, fragt die „Bunte“ angesichts des Mangiapanischen Marathons.

Warum Matthias täglich gequält wird, ist klar. Keiner polarisiert so wie er. Sein divenhaftes Gehabe bietet die Steilvorlage für die schadenfreudigen Trash-Fans da draußen. Selbstmitleidig tritt er die Prüfungen an. Selbstverliebt kehrt er zurück. Auch wenn er nur fünf oder sechs von möglichen zwölf Sternen erkämpft hat. Und Aussagen wie „Eigentlich müsste ich hier einen Thron aufgebaut kriegen. Ich bin der Einzige, der arbeiten muss“ oder „Ich hätte eine höhere Gage aushandeln sollen“, befeuern das Ganze.

Immerhin hat sich Matthias dadurch vom „D-Promi“ zu einem kleinen Medien-Star gemausert. Die Bild-Zeitung nennt ihn „Kajal-Memme“, der Focus „Dschungel-Zicke“. So viel Ehre wird nicht jedem Dschungelcamper zuteil.

Internet-Umfragen zufolge ist der Hessebub beliebter, als man es der Sendung ansieht. Bei T-Online liegt er auf Rang eins, bei RP-Online auf Platz zwei und bei Web.de auf dem dritten. Laut Wettanbieter Bet 3000 wird Mangiapane am Ende Dritter.

Lediglich bei den Einschaltquoten spiegelt sich die Lust am Malträtieren des gebürtigen Langeners nicht wider. Anders als in den Vorjahren dümpelte die Quote bei den 14- bis 49-Jährigen zuletzt bei unter drei Millionen. Bei Twitter hingegen ist er der Dschungelcamper, über den am meisten geschrieben wird. Das ermittelte der Social-Media-Analytik-Anbieter „Talkwalker“.

Allerdings schlägt dem Hessebub auch Kritik entgegen. Weil er ständig – auf sich selbst bezogen – das Wort „Schwuchtel“ benutzt, ist auf Twitter ein kleiner Shitstorm losgebrochen. Homosexuelle wie er seien Schuld, wenn dieser diskriminierende Begriff wieder salonfähig werde, heißt es dort.

Ab heute, Freitag, beginnt im Dschungelcamp das große Rauswählen. Dann entscheidet sich nicht nur, wie lange Matthias noch im Camp bleiben darf, sondern auch, ob er einen neuen Ekelprüfungsrekord aufstellt.

„Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“, läuft bis Samstag, 3. Februar, täglich um 22.15 Uhr auf RTL.

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