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Jugendliche mischen in der Politik mit

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Themen, die Kinder und Jugendliche betreffen, sollen künftig auch von ihnen mitbestimmt werden. Dafür soll sich das Jugendforum stark machen.

Jugendliche und auch Kinder sollen in Langen künftig ein Wörtchen mitreden dürfen. Sie sollen im Jugendforum ihre Ideen, Vorstellungen, Wünsche und Anregungen einbringen, mitwirken, mitbestimmen, mitdenken und gehört werden. Nachdem sich die jungen Leute für ein solches Gremium stark gemacht hatten, votierten die Stadtverordneten im vergangenen Jahr für seine Einrichtung. Ohnehin sieht die Hessische Gemeindeordnung vor, dass Kinder und Jugendliche ihre Themen in die Kommunalpolitik einbringen sollen.

Der städtische Fachdienst Migration, Jugend, Spielplätze hat daraufhin gemeinsam mit der zehnköpfigen Arbeitsgruppe „Jugendforum“, die sich alle zwei Wochen im Pavillon der Koordinationsstelle Jugendarbeit in der Bahnstraße trifft, ein Konzept und eine Geschäftsordnung erarbeitet. Sie wurden vom Magistrat für gut befunden. Diese werden heute Abend dem Ausschuss für Soziales, Sport und Kultur, am 30. Mai dem Haupt- und Finanzausschuss und dem Stadtparlament (30. Mai) vorgelegt. Zugleich müssen die Gremien das Jugendforum insgesamt befürworten, bevor es seine Arbeit nach den Sommerferien aufnehmen kann. Dann müsste das Forum die Geschäftsordnung bei seiner konstituierenden Sitzung verabschieden.

Rederecht eingeräumt

„Mit dem Jugendforum möchten wir die politische Teilnahme und das soziale Engagement des Nachwuchses anerkennen und fördern“, erklärte Bürgermeister Frieder Gebhardt. Auch sollten die jungen Leute bei Planungen und Vorhaben der Kommune, die ihre Interessen betreffen, angehört und zur Beratung herangezogen werden. Sie könnten ihre Anträge schriftlich an den Magistrat und an den Sozialdezernenten richten. Daneben sollten die politischen Gremien die Jugendvertretung als Experten für kinder- und jugendpolitische Fragen zu Rate ziehen. Hierzu sieht die Geschäftsordnung vor, dass zwei Vertreter in die Stadtverordnetenversammlung und die Ausschüsse entsandt werden können, wo sie über Rederecht verfügen sollen.

Laut dem Papier setzt sich das Jugendforum aus 45 Mitgliedern zwischen dem zehnten und dem vollendeten 17. Lebensjahr (bei Amtsantritt) zusammen und ist damit genauso umfangreich wie die Stadtverordnetenversammlung. Eine Amtsperiode umfasst zwei Jahre. An der Spitze steht ein Vorstand mit vier Mitgliedern, darunter ein Präsident. Bis zu 15 Jugendliche können sich selber für ein Mandat bewerben. Darüber hinaus werden 15 Plätze per Los vergeben. Das restliche Drittel soll sich aus Delegierten von weiterführenden Schulen, Vereinen, Jugendorganisationen und religiösen Gemeinschaften bilden.

Anträge schicken

Explizit heißt es in der Geschäftsordnung, dass das Jugendforum unabhängig und überparteilich ist. Jugendliche, die sich politisch engagieren, sollen außen vor bleiben. Alle jungen Langener bis 18 Jahren könnten Anträge an das Nachwuchsparlament schicken. Das Gremium soll von einem Vertreter der städtischen Koordinationsstelle Jugendarbeit unterstützt werden.

(red)

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