Programm für neue Spielzeit in Langen vorgestellt

Kunst- und Kulturgemeinde: Die Eintrittspreise bleiben stabil

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Heidi Sonntag, Vorsitzende der KuK, blickte auf eine Saison mit sechs Konzerten zurück. Sie berichtete aber auch von dem Problem, neue Mitglieder zu finden.

Die Kunst- und Kulturgemeinde (KuK) hat es sich schon lange zur Gewohnheit gemacht, anlässlich ihrer Mitgliederversammlung auch gleichzeitig zu einem Konzert einzuladen. Aber natürlich kam erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Bevor „The Sound of Spirit“ aus Frankfurt die Gäste in der Neuen Stadthalle mit Operetten und Schlagern der 1930er bis 1950 Jahre zauberhaft unterhielten, ließen Vereinsvorsitzende Heidi Sonntag und ihr Vorstandsteam das Jahr 2016 Revue passieren.

„Wir beenden heute unsere Konzertsaison 2016/2017, in der wir sechs schöne Konzerte bieten konnten. Das war nur dank unserer vielen treuen Mitglieder möglich, aber auch dank der Zuhörer, die sich eine Karte im Vorverkauf gesichert hatten oder kurzentschlossen an die Abendkasse kamen“, bedankte sich Sonntag bei den Vereinsmitgliedern und Konzertgästen. Die Resonanz sei sehr positiv, und Weihnachts- und Neujahrskonzert seien immer vorzeitig ausverkauft.

Aber der Verein hat auch Sorgen: Die Kunst- und Kulturgemeinde ist dringend auf der Suche nach jüngeren Mitwirkenden. „Wir sind kein Verein mit Vereinsleben wie bei Chören oder im Sport“, erläuterte Sonntag. Insgesamt hat der KuK in den vergangen Jahren etliche Mitglieder verloren. Derzeit sind es 544 Mitglieder, und der Grund der Austritte sei meist das Alter. Die Vorsitzende bat, für den Verein und die Konzerte zu werben.

Die Finanzen der Kunst- und Kulturgemeinde sind recht stabil, das Wichtigste sei es, immer gute Preise mit den Ensembles zu verhandeln. Die Stadt bezuschusst die Vereinsarbeit mit 18 000 Euro im Jahr, und um finanziell über die Runden zu kommen, mussten 2016 die Abo- und Konzertkartenpreise etwas erhöht werden. „Für die kommende Konzertsaison bleiben die Preise stabil, obwohl alle Orchester mit großen finanziellen Problemen kämpfen. Dadurch sind die Verhandlungen über die Kosten für diese Orchester für uns sehr schwierig, zumal viele, auch wenn sie von weit herkommen, morgens anreisen und nachts zurückfahren, um Hotelkosten einzusparen“, berichtete Heidi Sonntag von ihrer Arbeit.

Das Konzertprogramm für die anstehende Spielzeit steht schon fest. Geplant sind vier Symphoniekonzerte, das Weihnachtskonzert und ein Neujahrskonzert. Stellvertretender Vorsitzender Ernst Kixmüller stellte es bei der Jahreshauptversammlung vor. Die Saison startet am 8. Oktober mit der Neuen Philharmonie Westfalen und mit Stücken von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven. Die Weihnachtsmatinee spielt die Opera Klassika Europa mit einem festlichen Konzert am 10. Dezember. Die KuK startet am 21. Januar mit der Voigtland Philharmonie in das Jahr 2018. Es sei ein bewährtes Programm mit bekannten Orchestern und einem anspruchsvollen Repertoire, so Kixmüller, der sich auf die neue Konzertsaison freut.

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