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Am Samstag wird es wieder ernst für Langens Nummer zwei Matthias Ruppert und seine Teamkollegen.

Tischtennis

Kurzfristig eine neue Nummer eins verpflichtet

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Nicht wieder in den Abstiegskampf geraten lautet die Devise beim TTC Langen, der allerdings den Abgang seines Spitzenspielers kompensieren musste.

Eine Spielzeit wie die vergangene will der TTC Langen diesmal unbedingt vermeiden. 2017/18 war das Team um TTC-Urgestein Andreas Stark als Kandidat auf die vorderen Plätze in die Tischtennis-Hessenliga Süd-West gestartet, doch erst am letzten Spieltag schaffte man den Klassenerhalt.

Die Planung in Hinblick auf 2018/19 verlief allerdings noch turbulent. Etwa zehn Tage vor Ablauf der Wechselfrist habe Makoto Nogami bekanntgegeben, dass er das Team doch noch verlassen werden – und zwar zum bisherigen Ligarivalen, Derbykontrahenten und Oberliga-Aufsteiger TV Dreieichenhain. Ein kleiner Schock für den TTC. „Das war nicht die feine Art von ihm, er hatte uns seine Zusage gegeben“, sagte Stark.

Der Club musste reagieren. Und Kapitän Andreas Hirch setzte sich mit dem langjährigen Bundesliga-Spieler Thomas Keinath (unter anderem TTC Fulda-Maberzell) in Verbindung. Das Resultat: Syapril Setiawan ist die neue Nummer eins. Der Indonesier war zuletzt in der badischen Verbandsliga aktiv und führte den TSV Karlsdorf mit 15 Siegen in 17 Einzeln noch zur Meisterschaft. „Er wird aber nur in der Hinrunde für uns spielen“, sagt Stark – wegen Visagründen. Zur Rückrunde wird dann ein neuer Spitzenspieler gesucht.

Länger als nur eine Halbserie wird sehr wahrscheinlich Marc Müller bleiben, allerdings nicht konstant spielen. Er schlug zuletzt für den Hessenliga-Absteiger TSV Nieder-Ramstadt auf und erzielte im vorderen Paarkreuz nur eine 3:13-Bilanz. In Langen agiert Müller, zu dem der TTC schon länger Kontakt pflegte, als Nummer fünf. Dritter Neuzugang ist Simon Tiede, er agierte 2017/18 im mittleren Paarkreuz für die TG Obertshausen II in der Verbandsliga Süd. Verlassen hat den TTC neben Makoto Nogami noch Thomas Hartmann (TG Langenselbold).

Setiawan wird mit Matthias Ruppert das vordere Paarkreuz bilden, Hirch und Stark das mittlere, und Müller, Tiede und Kento Nogami stehen für die Positionen fünf und sechs zur Verfügung.

„Ich denke, dass die Liga recht ausgeglichen ist. Andere Mannschaften haben sich eher verstärkt“, meint Stark. Lediglich die beiden Neulinge Alemannia Königstädten und TTC Lampertheim II scheinen abzufallen.

Bei der „Zweiten“ des Clubs von der Bergstraße beginnt für Langen auch am Samstag die Runde. „Wir müssen schauen, wie sich das Ganze einspielt“, will Stark nicht vor Abschluss der Hälfte der Hinrunde ein Urteil abgeben. „Es könnte sein, das jeder jeden schlagen kann.“ Eine Einschätzung, die nicht auf alle, aber möglicherweise auf das Gros der Hessenliga Süd-West zutrifft.

(fri)

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