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Jan Voigt, Geschäftsführer der Asklepios Klinik

Krankenhaus

Engpass in der Klinik wegen Grippe: Kranke müssen auf Fluren untergebracht werden

Die Grippewelle sorgt in der Asklepios Klinik für Engpässe. Aktuell reicht die Bettenzahl nicht aus, so dass Patienten teilweise auf den Fluren ausharren müssen.

Langen - Die Grippewelle sorgt in der Asklepios Klinik für Engpässe. Aktuell reicht die Bettenzahl nicht aus, so dass Patienten teilweise auf den Fluren ausharren müssen. Entsprechende Berichte an unsere Redaktion bestätigt die Krankenhausleitung, betont aber, dass man anders der Lage nicht Herr werde.

„Wir bedauern sehr, dass es zu Beschwerden bezüglich der Behandlung von Patienten gekommen ist. Richtig ist, dass auch die Asklepios Klinik Langen derzeit aufgrund der Grippewelle immer wieder Patienten auf dem Stationsgang unterbringen muss, bis ein Platz in einem Patientenzimmer frei wird“, sagt Geschäftsführer Jan Voigt.

„Als Akutkrankenhaus der Notfallversorgung sind wir jedoch gesetzlich verpflichtet, jedem Patienten, der als Notfall bei uns eingewiesen wird, eine Erstversorgung zukommen zu lassen. Aufgrund der angespannten Lage in der gesamten Region ist es momentan auch kaum möglich, Patienten nach der Erstversorgung in eine der umliegenden Kliniken zu verlegen.“

Am gestrigen Donnerstag habe das Krankenhaus mit einer Belegung von 96 Prozent (Durchschnitt aller Stationen) den bisherigen Spitzenwert der vergangenen Wochen erreicht. „Wir sind unserem Personal extrem dankbar, dass es das mit uns mitmacht“, betont Voigt. „Wir sehen uns derzeit einem extrem hohen Patientenaufkommen gegenüber. Grund ist der Höhepunkt der diesjährigen Grippewelle“, ergänzt Ralf Ackermann, Leiter des Gefahrenabwehrzentrums des Kreises Offenbach. „Alle Akut-Krankenhäuser und Notfallversorger im Rhein-Main-Gebiet sind aus diesem Grund derzeit gezwungen, Patienten auch auf dem Gang unterzubringen. Trotz der angespannten Lage können wir jedoch konstatieren, dass die Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern der Region auch derzeit reibungslos läuft.“

Entschieden tritt Voigt Gerüchten entgegen, dass die Situation in Langen nur deshalb kritisch sei, weil die Klinik aufgrund von fehlendem Personal eine ganze Station nicht betreiben könne. „Bei uns ist keine Station wegen Personalmangels geschlossen. Im Gegenteil: Wir haben im vergangenen Sommer eine komplette Station kernsaniert und neu eröffnet. Zudem haben wir im vergangenen Jahr die Zentrale Notaufnahme der Klinik räumlich verdoppelt und personell aufgestockt.

(ble)

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