Erfolgsgeschichte der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft

Langen: Mission "bezahlbarer Wohnraum"

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Manfred Klein ist seit Beginn Chef der Wohnungsbaugesellschaft der Stadtwerke Langen. Stolz blickt er auf die 25 Jahre alte Geschichte der Gesellschaft zurück. Der 75-Jährige hält weitere Spatenstiche für denkbar.

Die Wohnungsbaugesellschaft der Stadtwerke Langen wird 25 Jahre alt. Das Markenzeichen für das sich die Tochter der Stadtwerke heute noch einsetzt, sind gute Wohnungen für vergleichsweise günstige Mieten. „Schon in den 1990er Jahren wurde der Bedarf an Wohnungen mit günstigen Mieten gesehen“, sagt Manfred Klein, der seit Beginn neben dem jeweiligen Stadtwerke-Direktor als Geschäftsführer fungiert.

162 Wohnungen wurden damals gebaut, 21 als Eigentumswohnungen wieder verkauft, auch, um Sozialwohnungen finanzieren zu können. Aktuell ist zwar kein neues Projekt geplant, doch Manfred Klein, schließt nicht aus, dass die Gesellschaft in absehbarer Zeit mit Unterstützung der öffentlichen Hand wieder investiert. Für denkbar hält er beispielsweise einen Spatenstich im Neubaugebiet Liebigstraße oder auf einer anderen geeigneten Fläche.

Klein ist ein erfahrener Gestalter, Macher und auch mit 75 Jahren voller Energie und Tatkraft. Er hat über Jahrzehnte im Rathaus gearbeitet, leitete die Kämmerei, kümmerte sich um die Unternehmensansiedlung und war für die Wohnungsbauförderung zuständig. Die gesellschaftliche Aufgabe, Einkommensschwächeren bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, hat er nie aus den Augen verloren und gerade auch deshalb war und ist er der richtige Mann an der Spitze der Stadtwerke Langen Immobilien GmbH (SWL-I), wie das kommunale Unternehmen heute heißt.

Im vorigen Jahr machte die Gesellschaft einen Gewinn in Höhe von 172 000 Euro. Das Plus ist kein Einzelfall. „Die Entscheidung, sich vor 25 Jahren im Bau von bezahlbarem Wohnraum zu engagieren, war nicht nur unter sozialen, sondern auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten richtig“, sagen Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD) und Stadtwerke-Direktor Manfred Pusdrowski.

Die SWL-I hat in der zweiten Hälfte der 1990 Jahre die Langener Altstadt um ein Schmuckstück reicher gemacht. An der Fahrgasse hat sie das große Gebäude mit der Nummer 10 vom Keller bis zum Dach gründlich renoviert. So entstanden zehn Mietwohnungen der mittleren Preiskategorie. Bisher größtes Projekt waren 60 Wohnungen in der Annastraße. In einem enormen Kraftakt investierte die Gesellschaft in den Kauf und die Sanierung eines früheren Wohnblocks des Hessischen Übergangswohnheims 6,5 Millionen Euro. Mit einer farbenfrohen Fassade und verglasten Fahrstühlen an den Außenmauern trug die Umgestaltung auch optisch zur Aufwertung des Quartiers bei. Zuletzt hat die SWL-I im Jahr 2008 einen Block des ehemaligen Wohnheims in der Elisabethenstraße 61 umgebaut. Das Ergebnis waren 25 Ein-, Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen. Die Mieten liegen zwischen 4,50 und 6,39 Euro pro Quadratmeter – allerdings dürfen die Mieter eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten.

Wie es mit den Aktivitäten der SWL-I weitergeht, liegt in Händen des Verwaltungsrats, der sich aus Vertretern der Stadt Langen, der Stadtwerke und der Gemeinde Egelsbach zusammensetzt. Wolfgang Becker, lange Zeit in den politischen Gremien in Egelsbach aktiv, wurde jetzt aus dem Verwaltungsrat verabschiedet. Seine Nachfolgerin ist Irmgard Bettermann, die Erste Beigeordnete der Gemeinde Egelsbach. Edith Haller, die demnächst in den Ruhestand geht, ist für die Immobilien- und Grundbuchangelegenheiten zuständig. Sie wird nicht mehr an der nächsten Verwaltungsratssitzung teilnehmen.

(njo)

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