TK Langen punktet im Abstiegskampf

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Boden gut machen im Abstiegskampf der Tennis Hessenliga konnten mit dem knappen 5:4-Sieg beim Titelverteidiger Wiesbadener THC die Herren des TK Langen.

Der Oberschiedsrichter verlegte die Begegnungen nach Absprache in die Halle, wo dann auch zu Ende gespielt wurde. Dadurch gerieten die Gäste erst einmal in Rückstand. Denn von der Spielanlage her hätten Rodrigo Perez Appel und Alexander Schubert auf Sand sicherlich bessere Chancen gehabt. Der Südamerikaner wehrte sich nach Kräften, ging entgegen seinen sonstigen Gepflogenheiten auch oft ans Netz, doch Carlo von Hanstein war der „Chef im Ring“.

Schuberts Gegner Franz Robert Schulze fühlte sich auf dem Teppich sichtlich wohl. Sein Slice, nach dem er ans Netz vorging, machte den Unterschied aus. Auch der Chilene Guillermo Rivera-Aranguiz ist ein klassischer Sandplatzspieler. Gegen Artem Smirnov, dem auch von der Weltranglistenposition her mit Abstand besten Spieler der Liga, hätte er aber auch draußen nicht gewonnen.

Es gab aber auch drei Langener, denen das schnellere Spiel zusagte. Jan Blecha braucht Gegner, die mit sehr viel Tempo flach schlagen, um kontern zu können. Den Gefallen tat ihm der Italiener Francesco Vilardo in der Halle, so dass der Tscheche einen unerwartet klaren Sieg landen konnte. Auch Maximilian Abel konnte mit seinem starken Aufschlag und der harten Vorhand den jungen Niklas Schell überspielen. Der Wiesbadener Calin Alexandru Paar hoffte als reiner „Bringer“ auf Fehler von Andreas Ainalides. Während ihm der Langener Kapitän im ersten Satz den Gefallen tat, dominierte er gegen den viel zu passiven Gegner ab dem zweiten Durchgang das Geschehen nach Belieben.

Es stand 3:3. Die Langener stellten ihre Doppel um. Die beiden Südamerikaner spielten Doppel von hinten, womit sie im Freien vielleicht hätten bestehen können. So waren sie spätestens im Champions-Tiebreak chancenlos.

Nachdem Abel/Bostjan Osabnik den Gleichstand geschafft hatten, musste die Entscheidung im zweiten Doppel fallen. Beim Stand von 6:3, 4:3 und Breakball für Wiesbaden sah alles nach einem Sieg der Gastgeber aus. Ainalides traf mit einem Volley die Netzkante. Der Ball tanzte oben und fiel schließlich auf der anderen Seite herunter.

„Das war die Wende. Bei 3:5 hätte Schell seinen Aufschlag durchbracht. So haben wir uns in den Tiebreak gerettet, den wir mit Ach und Krach gewonnen haben. Im Champions-Tiebreak machte Schell in der entscheidenden Phase einen Doppelfehler“, beschrieb Ainalides die Partie.

(löf )

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