Ausbau der B 486

Langener CDU bemängelt „grüne Inkonsequenz“

Die Grünen sind gegen den vierspurigen Ausbau der B 486. Die CDU hält dagegen und meint, mehr Einwohner und Gewerbe bräuchten vernünftige Straßen.

„Politische Aussagen der Grünen basieren fast immer auf Schreckensszenarien. Auch vor dem Hintergrund des Planfeststellungsverfahrens für die B 486 müssen sie von einer ,geplanten Stadtautobahn schwadronieren’ und neue Ängste schüren“, kritisiert der Fraktionsvorsitzende der CDU Langen, Berthold Matyschok, die neueste Stellungnahme der Grünen.

Der Gipfel der „grünen Inkonsequenz“ zeige deren Abstimmungsverhalten zu Bebauungsplänen. Da werde jedem Bebauungsplan zugestimmt und damit dem weiteren Wachstum der Einwohnerzahl. Die Grünen stimmten auch gerne dem Bau von Gewerbeparks und der weiteren Ansiedlung von Gewerbe zu. „Menschen sind heute aber mobil und dazu brauchen sie vernünftige Straßen. Gewerbe braucht Ansiedlungsflächen, die gut erreichbar sind“, so Matyschok. Beides wollten die Grünen offensichtlich nicht, denn sonst würden sie nicht von ihrem „Kampf gegen den unsinnigen Ausbaupläne der B 486“ reden.

Auf beiden Seiten des bisher zweispurigen Straßenabschnitts, für den das Planfeststellungsverfahren eröffnet wurde, gebe es bisher keine Erkenntnisse dafür, dass dort Artenschutz betrieben werden muss und deshalb ein Wildzaun ein homogenes Gebiet zerstört. Die Sorge der Grünen, dass der Ausbau einen hohen Flächenverbrauch und Bodenversiegelung bedeuten würde, sei vorgeschoben. Als die letzte Grünfläche in Langens Zentrum vom Bau einer Kindertagesstätte auf dem alten SSG-Platz mit Zustimmung der Grünen versiegelt wurde, hätte es diese Sorge nicht gegeben.

Öffentliche Stellungnahmen der Grünen und auch der Langener SPD zu den vierspurigen Ausbauplänen für die B 486 seien Beiträge, die einen Beitrag zu Entfremdung zwischen Bürger und Politik leisteten. „Beide Fraktionen sollten in der Rushhour am Morgen oder am Abend die Stauentwicklung kennenlernen statt unsinnige Horrorszenarien zu zeichnen.“ Wie ein Ausbau Einfluss auf Staus nehme, sei derzeit am anderen Ende der Nordumgehung zu sehen, wo aufgrund der Brückensanierung eine Spur auf jeder Seite weggefallen ist und sich deshalb ein endloser Stau bilde, schließt Matyschok die Stellungnahme seiner Fraktion.

Gemeinsam mit großen Teilen der Bevölkerung und der in Langen angesiedelten Unternehmen, geht die CDU-Fraktion weiterhin davon aus, dass Hessen Mobil und das Bundesverkehrsministerium sich von parteipolitisch motivierten Aussagen zum Ausbau der B 486 in Langen nicht beeindrucken lassen und den vierspurigen Ausbau in den nächsten Jahren zügig ausführen werden.

(fnp)

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