Kita Wundertüte dreht Videos

Die Langener Turnhalle verwandelt sich in ein Film-Set

Cordula Kahl vom Dreieicher Institut für Medienpädagogik war zwei Tage lang bei den wissbegierigen Kindern der Kita Wundertüte zu Gast. Dabei erfuhren die Jungen und Mädchen auch vieles über den richtigen Umgang mit Tablets und Smartphones.

„Mama, ich war im Fernsehen!“ Diesen Satz bekamen kürzlich viele Eltern von Jungen und Mädchen aus der Langener Kita Wundertüte zu hören. Bei dem Projekt „Ene, mene, Medien“ der Einrichtung mit dem Dreieicher Institut für Medienpädagogik und Kommunikation des Landesfilmdienstes Hessen (Muk) lernten die Kleinsten den richtigen Umgang mit Tablets und Smartphones. Dabei stand auch auf dem Programm, wie Videos gemacht werden und mit was für Tricks die Filmemacher arbeiten.

Zwei Tage lang war Muk-Referentin Cordula Kahl zu Gast bei den wissbegierigen Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren. Zur Sprache kam dabei, wofür Tablets und Smartphons zu Hause im Einsatz sind und was dabei beachtet werden sollte.

Wie sich ganz einfach eigene Videos mit überraschenden Effekten produzieren lassen, probierten die kleinen Langener schließlich selbst aus. Dabei kamen auch Spezialeffekte, wie Stimmverfremdung, Begleitmusik, rückwärts, schneller oder langsamer abgespielte Filmszenen, oder die „Stop-Motion-Technik“ zum Einsatz, mit der das plötzliche Verschwinden eines Schauspielers vorgetäuscht werden kann. Hinter einer aufgestellten Fernseher-Attrappe konnten sich die jungen Nachwuchs-Moderatoren zudem an eigenen Ansagen versuchen, während wechselnde Kamerakinder das Geschehen festhielten.

Sogar einen eigenen Film haben die Wundertüten-Schauspieler produziert. Mit Hilfe von Kostümen, Leinwänden und eigens aufgestellter Beleuchtung verwandelte sich die Turnhalle des Kindergartens in ein richtiges Filmset, in dem die einzelnen Szenen gedreht wurden. Das Ergebnis wird dann – nach der finalen Bearbeitung von Cordula Kahl – bei einem

Kino-Tag mit Popcorn

zelebriert.

„Diese Medientage der Kinder sind nur einer von drei Bausteinen des Projektes“, erklärt Kita-Leiterin Dorte Nielsen-Heldt. Schon vorab beschäftigten sich die Erzieher ausführlich mit dem Verhalten der Kinder vor den flimmernden Bildschirmen und konnten mit Hilfe der Muk-Fachleute ein Konzept für die altersgemäße Nutzung der Technik entwickeln. Damit könnten vorhandene Film- und Videokameras sowie das gerade erst vom Elternbeirat spendierte Tablet in der Einrichtung künftig sinnvoll und kindgerecht genutzt werden.

„Als nächstes werden dann die Eltern eingebunden“, berichtet Dorte Nielsen-Heldt. Bei einem Informationsabend mit Cordula Kahl können sie ihre Fragen rund um das Thema loswerden und sich austauschen. Freuen würden sich die jungen Medienexperten der Wundertüte über Sponsoren für ein weiteres Tablet oder einen Laptop. Eine Spendenbescheinigung hierfür kann ausgestellt werden.

Fragen beantwortet Dorte Nielsen-Heldt unter der Telefonnummer (0 61 03) 92 13 54 oder per E-Mail an dnielsen@langen.de. (fnp)

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