Die blaue Lagune des Nordens

Langener zeigt Bilder seiner Reisetouren nach Island

Der Langener Weltenbummler Reinhold Werner bereiste den Inselstaat Island. Nun zeigt er eindrucksvolle Bilder dieses Landes bei seinem Vortrag im Kulturhaus Altes Amtsgericht.

Island – da sind Gletscher, grüne Wiesen und ein graublaues Meer. Ein Land aus Feuer, Stein und Wasser. Der Langener Reinhold Werner hat den zweitgrößten Inselstaat Europas auf einer Strecke von 3000 Kilometern bereist und eifrig Fotos geschossen. In einem Bildvortrag der Langener Volkshochschule am Dienstag, 10. Januar, berichtet er von 19.30 Uhr an über Land, Leute und Geschichte im Kulturhaus Altes Amtsgericht in der Darmstädter Straße 27. Der Eintritt beträgt drei Euro.

Werner hat oft die Hauptstraßen verlassen, um die Schönheit der Natur zu erkunden und mit der Kamera festzuhalten. Er zeigt die Hauptstadt Reykjavik, wo 65 Prozent der Isländer leben und das mit gerade 200 000 Einwohnern.

Sein Reisebericht führt danach in die Weite des Westens der Insel, in dem vor etwa 1100 Jahren die ersten Siedler aus Norwegen ankamen. Von hier startete auch Leif Eriksson rund 500 Jahre vor Christoph Kolumbus seine Entdeckungsfahrt nach Amerika. Island in Miniatur gibt es auf der Halbinsel Snaefellsnes zu bestaunen. Weiter geht es zur Mondlandschaft des Nordens in der schon Astronauten für ihre Weltraummissionen trainiert haben. Nur die heißen Quellen, Solfataren und Schwefelkammern passen nicht ganz in diese Vorstellung. Doch die Fußgängerzone von Akureyri und der berühmte botanische Garten mit seinen Raritäten aus allen Kältezonen der Welt lassen das schnell wieder vergessen. Fortan zieht die Straße in das einsame Hochland zu den Ostfjorden mit der Kleinstadt Egilsstadir, wo die Fähren aus Dänemark, Norwegen und den Färöer-Inseln ankommen.

Über die südliche Küstenstraße, vorbei an der berühmten Gletscherlagune Jökulsárlón mit den frisch gekalbten Eisbergen, erreichte Werner das Vulkangebiet des Vatnajökull. Noch ganz frisch sind hier die Spuren des Vulkanausbruchs von 2010. Im Gegensatz dazu holt sich die Natur Stück für Stück Leben auf dem riesigen Lavafeld von Eldhraun zurück, das an den größten dokumentierten Vulkanausbruch der Welt von 1783 erinnert.

Der Süden prunkt vor allen mit seinen beeindruckenden Wasserfällen wie Godafoss, Skógafoss und Seljalandsfoss. Der Reisehöhepunkt ist wohl der Wasserfall des Gullfoss im Gletscherfluss Hvitra, der Nationalpark Thingvellir mit den auseinander driftenden Erdplatten von Amerika und Europa und der große Strokkur-Geysir.

Auf einer zweiten Tour fing der Langener Weltenbummler atemberaubende Eindrücke von den Shetland- und Orkney-Inseln sowie dem wilden Nordwesten Islands mit der Stadt Isafjördur ein. Hier bewahren die Einwohner noch den Brauch des alten Fischfangs. Natürlich fehlt auch die traumhaft schöne Blaue Lagune nicht auf Werners eindrucksvoller Bilderreise. Er beschäftigt sich in seinem Vortrag außerdem mit der Landesgeschichte wie der Unabhängigkeit von Dänemark seit 1944. Impressionen von der Heimreise über Schottland mit dem Loch Ness, der Stadt Inverness, den High- und Lowlands und den dänischen Städten Aarhus und Ebeltoft runden die fotografische Entdeckungsfahrt ab.

(fnp)

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