Bauarbeiten beginnen

„LiebigCarree“ : Startschuss für Mega-Wohngebiet

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Ein neuer Stadtteil entsteht: In das Neubaugebiet Liebigstraße kommt Bewegung: Von April an starten die Arbeiten für den neuen Stadtteil in Langen. Investition: rund 40 Millionen Euro.

Am Fuße des Stadtwerketurms in der Weserstraße tut sich was. Viele Jahre wurde diskutiert, geplant und letztlich auch über die lange brachliegenden Grundstücke verhandelt. Jetzt soll es los gehen mit dem Neubaugebiet Liebigstraße. Zwischen Nordumgehung und Alpha-Hochhaus werden in den kommenden Jahren die Bagger rollen. Die Bauarbeiten beginnen auf dem Areal, das die Stadtwerke Langen an Investoren verkauft hat. Von April an starten die Wohnwerte Langen GmbH mit dem Bau von drei mehrgeschossige Wohnanlagen. Dazu soll auf dem 18 000 Quadratmeter großen Grundstück ein Hotel entstehen und das neue Ensemble wird mit einem Einkaufszentrum mit rund einem Dutzend Ladeneinheiten komplett.

„Es ist wunderbar, dass es jetzt endlich losgeht. Gerade das Hotel brauchen wir ganz dringend“, sagte Bürgermeister Frieder Gebhardt. Das Ende des Steigenberger Hotels sei bereits absehbar und der Druck auf die Hotelbetten in der Region sei riesig. Für ihn ist das künftige Quartierszentrum „LiebigCarre“, wie das Projekt bislang heißt, ein sichtbares Zeichen für den Aufbruch in Langen.

Die Details zu dem Großprojekt liefert Stefan Weidner, Geschäftsführer der Vertriebsgesellschaft Ainsley GmbH: „Das Areal ist das erste große Grundstück, das jetzt bebaut wird. Es entstehen 162 Eigentumswohnungen und das drei Sterne Hotel wird 144 Zimmer haben.“ Rund 40 Millionen Euro investiert die Wohnwerte Langen GmbH, rund zehn Millionen Euro davon entfallen auf das Hotel. „Die Wohnbebauung realisiert der gleiche Architekt, der schon das sehr gelungene Langener Europaquartier geplant hat, das Darmstädter Büro Leber“, erläutert Weidner weiter.

Die drei Wohnungsgeschossbauten werden fünf-, sechs- und siebengeschossig und bekommen eine zweigeschossige Tiefgarage, die mit einer Stromtankstelle ausgestattet werden. „Wir decken viele Wohnungswünsche ab, von der 34 Quadratmeter großen Zwei-Zimmer-Wohnung können wir auch Penthouse-Wohnungen mit 158 Quadratmetern anbieten. Das meiste werden aber zwei-Zimmer-Wohnungen mit 50 Quadratmeter, Drei-Zimmer-Wohnungen mit 75 Quadratmetern und Vier-Zimmer-Wohnungen mit 100 Quadratmetern.“

Auch bei den Preisen sollen die neuen Immobilien in Langen eine echte Alternative zu den in Frankfurt explodierenden Wohnungspreisen werden. „Für die drei Zimmer bleiben wir unter 300 000 Euro und für die vier Zimmer unter 400 000 Euro“, kündigt Stefan Weidner an. Offensichtlich ist das für viele künftige Wohnungsbesitzer ein spannendes Angebot. Denn obwohl noch nicht ein Grashalm umgelegt ist, hat Weidner schon 20 Wohnungen beurkundet – sie sind bereits vom Markt.

„Langen ist in der Wahrnehmung ein nicht mehr ganz so geheimer Hotspot“, begründet der Vermarktungsexperte die große Nachfrage. Das Quartierszentrum entsteht in der Nähe des Regional- und S-Bahn-Halt und garantiere durch das eigene Einkaufszentrum eine gute Nahversorgung. Es ist auch das Bindeglied zwischen der Innenstadt und dem künftigen Neubaugebiet.

Die Erdarbeiten für die Wohnbebauung starten im April. Bis zum November 2019 sollen die Häuser dann schon bezugsfertig sein. Rund 350 Bewohner werden dort einziehen, schätzen die Verantwortlichen.

Das Hotel ist die nächste Baustelle, die noch 2018 eingerichtet wird. Es sei ein namhafter Hotelbetreiber der kurz vor Vertragsabschluss stehe, nannte Weidner noch keine Namen. Das Haus bekommt eine Gastronomie, die sich zum geplanten Einkaufszentrum hin öffnet. Bis Ende 2019 soll das Hotel ebenfalls in Betrieb gehen.

„Es ist faszinierend zu sehen, was hier direkt vor den Toren der Stadtwerke passiert“, sagt Stadtwerkechef Manfred Pusdrowski. Alle relevanten Grundstücke seien inzwischen verkauft und er sei auch ein bisschen stolz, dass die Stadtwerke einen solchen Beitrag zur Weiterentwicklung der Stadt Langen leisten konnte. „Wir prägen diesen neuen Stadtteil mit. Das wird ein Gesamtkunstwerk“, freut sich Pusdrowski, dass er in wenigen Jahren nicht mehr auf eine Einöde aus seinem Bürofenster schaut. „Es entwickelt sich ein moderner, pulsierender Stadtteil.“ Die Vermarktung für die Eigentumswohnungen hat schon begonnen.

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